| 15.03.2013, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Nach der Akquisition von Bond-Laminates strebt Lanxess global eine Spitzenposition als Anbieter thermoplastischer Leichtbaumaterialien für die „Grüne Mobilität“ an. „Wir sind weltweit einer der wenigen Thermoplast-Hersteller, der aus einer Hand sowohl serienerprobte Compounds als auch serienerprobte Hochleistungs-Verbundwerkstoffe zusammen mit einem maßgeschneiderten anwendungstechnischen Know-how für die Massenfertigung anbieten kann. Diesen Vorteil wollen wir zum Ausbau des Geschäftes nutzen. Dabei arbeiten wir entsprechend aktuellen Markttrends auch an leistungsstarken Alternativen für Carbonfaser-verstärkte duroplastische Leichtbaumaterialien“, erklärt Hartwig Meier, Leiter der globalen Produkt- und Anwendungsentwicklung in der Business Unit High Performance Materials (HPM).Die in Brilon ansässige Bond-Laminates produziert Endlosfaser-verstärkte Hochleistungsverbunde auf Thermoplast-Basis (Organobleche) unter dem Namen Tepex. Das Material bewährt sich laut Unternehmen bereits in Serie, beispielsweise im Automobil- und Flugzeugbau, im Sport oder in der Elektronik. Man sei in der Lage, im großtechnischen Maßstab luftblasenfreie, vollständig imprägnierte Composite-Halbzeuge herzustellen. Das sei der Unterschied zu vielen Wettbewerbern und führe zu Bauteilen mit reproduzierbar hochwertigen Eigenschaften. Lanxess deckt nun die gesamte Wertschöpfungskette zur Herstellung faserverstärkter Composite-Leichtbauwerkstoffe ab. Bond-Laminates bringt sein Know-how bei Fasern, Geweben und der Produktion von Tepex ein. Lanxess HPM verfüge über maßgeschneiderte Polyamide und sei bei deren wichtigen Vorprodukten rückwärtsintegriert, was erhöhte Liefersicherheit bedeute. Außerdem sei die Produkt- und Anwendungsentwicklung zusammen mit Vertrieb und Marketing global aufgestellt. Produkte und Dienstleistungen für den Leichtbau Als besondere Stärke wird das Know-how hinsichtlich Konzeptentwicklung, CAE, Prozess- und Fertigungstechnik sowie Bauteilprüfung hervorgehoben, gebündelt angeboten unter dem Markennamen Hiant. Zum Beispiel wurden für die integrative Simulation von Composite-Hybridbauteilen ein Tool zur Simulation des Umformprozesses Endlosfaser-verstärkter thermoplastischer Composite-Halbzeuge und ein zugehöriges neues Materialmodell entwickelt. In Kundenprojekten könne man den Fertigungsprozess dieser Bauteile zuverlässig abbilden und optimieren und auch die nachfolgende mechanische Simulation selbst für hohe Beanspruchungsgeschwindigkeiten durchführen. Für Automobilteile aus Kunststoff stehen verschiedene Prüfanlagen bereit - so etwa für Falltests oder für Alterungsversuche unter Medien- und Klimaeinfluss. Leichtbau-Teile vor Serieneinführung Nach eigenen Angaben arbeiten Bond-Laminates und Lanxess zurzeit in zahlreichen Serienentwicklungsprojekten an Composite-Leichtbaulösungen für das Automobil. Dazu zählen unter anderem Konzepte für Komponenten im Bereich Sitze, Türen und Klappen. Einige davon stehen demnach vor der Serieneinführung. Außerdem entwickeln beide Unternehmen neue Materialien für Endlosfaser-verstärkte Composite-Halbzeuge, die sich beispielsweise durch hohe Flammwidrigkeit, Hitzestabilität oder Schlagzähigkeit auszeichnen. Genutzt werde dabei die Erfahrung aus der Compoundierung, unter anderem von Polyamid. Um das Leichtbaupotenzial weiter zu steigern, werden darüber hinaus spezielle, belastungsorientierte Tepex-Materialtypen entwickelt. Weitere Informationen: www.lanxess.com, www.bond-laminates.com 36. Kongress „Kunststoffe im Automobilbau“, 13.-14. März 2013 |
Lanxess AG AG, Leverkusen
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