| 21.05.2014, 05:58 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Flugzeuge werden immer leistungsfähiger, zuverlässiger und leichter. Das gilt auch als ein Verdienst der Chemie- und Kunststoffindustrie in Mitteldeutschland. Mit innovativen Leichtbaumaterialien, Verbund und Faserverbundwerkstoffen erfüllt sie die hohen Anforderungen der Luft- und Raumfahrtindustrie. Innovative Polymere stehen deshalb am 21. Mai 2014 im Mittelpunkt der Konferenz „Kunststoff trifft Luftfahrt“ auf der Internationalen Luftfahrtausstellung ILA 2014. Bei dem nunmehr bereits traditionellen Treff der beiden Branchen werden deren Entwicklungspotenziale vorgestellt. Ein Schwerpunkt konzentriert sich auf die Anwendung von kohlenfaserverstärkten Kunststoffen (CFK). Dr. Christian Sauer, Manager Engineering, Airframe Related Component Services von der Lufthansa Technik, wird das innovative Reparaturverfahren „Caire“ (Composite Adaptable Inspection and Repair) erläutern. Nach Sauers Worten ist „Caire“ eine Antwort auf die Forderung nach geeigneten Reparaturverfahren für kohlenfaserverstärkte Kunststoffe in Rumpf- und Flügelstrukturen ziviler Großraumflugzeuge. Erstmals werde damit die Möglichkeit geschaffen, auch andere Strukturbauteile als die Flugzeugzelle werkstoffgerecht instand zu setzen, kündigt Sauer an. Dr. Ralf Schäuble vom Fraunhofer Institut für Werkstoffmechanik IWM Halle (Saale) wird Kriterien und Methoden zur Fehlerbewertung von Faserverbundstrukturen vorstellen. In diesem Beitrag wird besonders auf das Einsatzverhalten und die Schadenstoleranz von CFK-Schaum-Sandwichstrukturen eingegangen. Durch seine hohe gewichtsspezifische Biegesteifigkeit und –festigkeit haben diese Strukturen einen entscheidenden Vorteil für die Luft- und Raumfahrt. Allgemeine Anforderungen an die Kabine der Zukunft formuliert Karsten Hesse von der Airbus Operations GmbH. Prof. Dr. Monika Bauer, Leiterin der Fraunhofer Einrichtung für Polymermaterialien und Composite, PYCO Teltow, ergänzt diese Anforderungen mit dem Blick auf die „Grüne Kabine“. Bei weiterer Gewichtsminderung wird nach ihrer Auffassung die Lärmreduzierung in der Kabine an Bedeutung gewinnen. Denn weniger Gewicht führt in der Regel zunächst zu mehr Lärm. Die Wissenschaftlerin beleuchtet auch die Wieder- und Weiterverwendung sowie die Reparatur von Kabinenteilen. Damit gewinnt das Thema Recycling an dieser Stelle immer mehr an Bedeutung. Die Konferenz „Kunststoff trifft Luftfahrt“ will somit auch nachweisen, dass der Kohlefaserverbund-Leichtbau nicht nur immer populärer wird, sondern einen bedeutenden Beitrag zur Ressourcen schonenden und umweltfreundlichen Mobilität beiträgt. Die Kunststoffindustrie erwartet von der Konferenz Anregungen, wie sie mit ihren Produkten und Verfahren noch besser auf die Anforderungen der Luftfahrtbranche eingehen kann. Die Konferenz „Kunststoff trifft Luftfahrt“ steht unter der Schirmherrschaft des Ministers für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg, Ralf Christoffers. Zu der Veranstaltung laden die Zukunfts-Agentur Brandenburg GmbH, die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH, die Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH und das Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland (koordiniert durch die isw Gesellschaft für wissenschaftliche Beratung und Dienstleistung mbH) ein. Erwartet werden ca. 90 Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. |
Management Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland - isw Gesellschaft für wissenschaftliche Beratung und Dienstleistung mbH, Halle
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