| 06.07.2026, 06:48 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Continental hat den Verkauf des Unternehmensbereichs ContiTech an eine Tochtergesellschaft von Lone Star Funds angekündigt. Der vereinbarte Kaufpreis beträgt 4,0 Milliarden Euro. Zusätzlich können in den Folgejahren erfolgsabhängige Komponenten von bis zu 250 Millionen Euro hinzukommen. Der Vollzug der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der erforderlichen behördlichen Genehmigungen. Mit der Veräußerung von ContiTech schließt Continental seine strategische Neuaufstellung ab. Nach dem im September 2025 vollzogenen Spin-off des früheren Unternehmensbereichs Automotive, der seitdem unter dem Namen Aumovio an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet ist, sowie dem Verkauf des ehemaligen ContiTech-Geschäftsfelds Original Equipment Solutions im Februar 2026 konzentriert sich Continental künftig erstmals in der Unternehmensgeschichte ausschließlich auf das Reifengeschäft. Aus der Transaktion erwartet Continental unter Berücksichtigung übertragener Nettoverbindlichkeiten, insbesondere Pensions- und Leasingverpflichtungen, einen Barmittelzufluss von rund 3,1 Milliarden Euro. Davon sollen nach Unternehmensangaben voraussichtlich insgesamt rund 2,5 Milliarden Euro für eine Sonderdividende oder für eine Kombination aus Sonderdividende und Aktienrückkäufen verwendet werden. Darüber hinaus beabsichtigt Continental, die eigene Kapitalstruktur weiter zu stärken. ContiTech wird im Zuge der Transaktion vollständig von Lone Star Funds übernommen. Das Unternehmen zählt zu den weltweit führenden Industriespezialisten für Materiallösungen und beschäftigt rund 22.000 Mitarbeitende. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte ContiTech einen Umsatz von rund 4,4 Milliarden Euro. Etwa 80 Prozent davon entfielen auf das Industriegeschäft. ContiTech entwickelt und produziert Produkte und Systeme auf Basis von Gummi- und Thermoplastwerkstoffen. Das Portfolio umfasst unter anderem Förderband- und Antriebssysteme, Lösungen für Flüssigkeitsmanagement sowie Anwendungen in den Bereichen Dämpfung und Oberflächen. Das Unternehmen ist in verschiedenen industriellen Endmärkten tätig, darunter Bergbau, Energie, Bau und Infrastruktur, Off-Highway-Anwendungen, Mobilität sowie industrielle Fertigung. Weitere Aktivitäten bestehen in der Automobilindustrie sowie in den Bereichen Möbel, Druck und Verpackung. Nach Angaben von Continental soll sich ContiTech künftig als eigenständiges Industrieunternehmen weiterentwickeln. Lone Star Funds verweist dabei auf seine Erfahrung im Industriesektor und kündigt an, die Geschäftsaktivitäten gemeinsam mit Management und Belegschaft durch operative Weiterentwicklung und Investitionen in Wachstumsmärkte fortzuführen. Continental wird nach Abschluss der Transaktion als fokussierter Reifenhersteller tätig sein. Das Reifengeschäft des Konzerns umfasst rund 55.000 Beschäftigte und 19 Reifenwerke weltweit. Das Unternehmen verfügt damit über eine internationale Produktions- und Vertriebsstruktur. Die Marktposition stützt sich insbesondere auf das Geschäft mit Pkw-Reifen, das 2025 rund 77 Prozent des Reifenumsatzes ausmachte. Regional entfiel 2025 mit 53 Prozent der größte Umsatzanteil des Reifengeschäfts auf die Region EMEA. Weltweit stammt der überwiegende Anteil des Reifenumsatzes mit 76 Prozent aus dem Ersatzgeschäft. Eine besondere Rolle spielt das Premiumsegment der Ultra-High-Performance-Reifen ab 18 Zoll. Diese Reifen standen zuletzt markenübergreifend für rund 55 Prozent des Umsatzes mit Pkw-Reifen und für etwa 62 Prozent des Umsatzes der Marke Continental. Neben diesem Segment sieht Continental vor allem Asien und Nordamerika als strategische Wachstumsmärkte. Weitere Informationen: www.continental.com, lonestarfunds.com |
Continental AG, Hannover
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