| 28.05.2014, 06:07 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das Institut für Werkstofftechnik der Universität Kassel und die B. Braun Melsungen AG arbeiten gemeinsam an der Entwicklung neuartiger Prozesse zur Kunststoffverarbeitung. Universität-Präsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep und B. Braun-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Heinz-Walter Große weihten das gemeinsame Anwendungszentrum Kunststoffverarbeitung UNIpace am Montag, 26. Mai 2014, offiziell ein. Verbunden damit sind Investitionen von rund 2,6 Mio. Euro. Das Anwendungszentrum ist Teil einer strategischen Partnerschaft, die die nordhessische Hochschule und der Medizintechnik-Hersteller im Juni 2013 geschlossen hatten. Ziel des Anwendungszentrums ist es, die wissenschaftliche Forschung im Bereich der Kunststoffverarbeitung mit der in der Praxis angewandten Fertigung in der Medizintechnik zu verknüpfen. Wissenschaftlicher Leiter ist Prof. Dr.-Ing Hans-Peter Heim, Leiter des Fachgebiets Kunststofftechnik. „Kunststoff ist einer unserer wichtigsten Werkstoffe“, sagte Prof. Dr. Heinz-Walter Große, Vorstandsvorsitzender der B. Braun Melsungen AG. „Von entsprechend großer Bedeutung ist für uns die anwendungsorientierte Forschung in diesem Bereich. Unser Ziel ist es, die Forschung mit der Produktion in der Medizintechnik stärker zu verknüpfen. Wir freuen uns, dass wir mit dem neuen Anwendungszentrum Kunststoffverarbeitung die wissenschaftliche Arbeit in direkter Nachbarschaft stärken, Kompetenzen in der Region vernetzen und gemeinsam zu innovativen Entwicklungen beitragen können. Denn UNIpace wird ein Ort sein, an dem sich junge kreative Köpfe und Richtungsgeber austauschen – in ihnen entstehen die Lösungen von morgen.“ UNIpace („pace“ steht für „polymer application center“) befindet sich auf dem Campus Holländischer Platz der Universität. Zu den bearbeiteten Feldern gehört die Verarbeitung von Silikonen und speziell von Flüssigsilikonkautschuken, das Mehrkomponentenspritzgießen und das Upscaling von Laborversuchen (also das Überführen in größere Fertigungsmengen), weitere Forschungsfelder sind geplant. Das Zentrum wurde in den vergangenen Monaten mit Verarbeitungs- und Prüfmaschinen ausgestattet und hat sukzessive seine Arbeit aufgenommen, am Montag erfolgte nun die offizielle Einweihung. Investiert wurden und werden bis 2015 rund 2,6 Mio. Euro: rund 200.000 Euro durch die Universität (vor allem in die Infrastruktur), rund 1,5 Millionen Euro durch B. Braun (vor allem in die Ausstattung der Labore). Darüber hinaus gab und gibt das Unternehmen für die Jahre 2013 bis 2015 Forschungs- und Entwicklungsaufträge im Umfang von 300.000 Euro pro Jahr. UNIpace hat zehn Mitarbeiter (drei wissenschaftliche Mitarbeiter, zwei technische Angestellte, fünf studentische Hilfskräfte). Das Anwendungszentrum ist offen für die Zusammenarbeit mit weiteren Unternehmen. Weitere Informationen: www.bbraun.de, www.uni-kassel.de, www.unipace.de |
B. Braun Melsungen AG, Melsungen + Universität Kassel, Kassel
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