| 24.06.2014, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Ausgemusterte Mehrweg-Transportverpackungen (MTV) der Lebensmittelhändler können ab jetzt - dank des Recyclingverfahrens, für das Schoeller Allibert von der European Food Safety Authority (EFSA) die Zulassung erhielt - zu neuen hochwertigen Behältern in Lebensmittelqualität recycelt werden, teilt das Unternehmen mit. Schoeller Allibert ist demzufolge einer der ersten MTV-Hersteller mit einer EFSA-Zulassung. Das Unternehmen führt seine Recyclingverfahren in seinen Werken in Murcia (Spanien, Monheim (Deutschland) und Hardenberg (Niederlande) durch. Der zugelassene Prozess, bei dem Behälter aus Polyethylen hoher Dichte (HDPE) und Polypropylen (PP) in Lebensmittelqualität zu neuen Behältern für Lebensmittelkontakt recycelt werden, wurde entwickelt, um Einzelhändler beim Umgang mit den wachsenden strengen Nachhaltigkeitszielen zu unterstützen. Üblicherweise wurden alte oder beschädigte Kunststoffbehälter für andere Zwecke recycelt, wobei sie jedoch nicht wieder in die Lieferkette der Lebensmittel eingeführt werden konnten, da der Kunststoff über keine Zertifizierung für einen direkten Kontakt mit frischen Erzeugnissen wie Obst und Gemüse, Fleisch und Fisch oder Backwaren verfügte. Ludo Gielen, Chief Marketing und Innovation Officer der Schoeller Allibert, erklärt den Prozess mit folgenden Worten: „Wenn Kisten in Lebensmittelqualität aufgrund ihres Alters oder von Beschädigungen ersetzt werden müssen, können sie an eines unserer Recyclingwerke mit EFSA-Zulassung gesendet werden. Vorausgesetzt, dass diese Materialien in geschlossenen oder kontrollierten Verteilungskreisläufen verwendet wurden, in welchen eine Herkunftssicherung möglich ist, können wir gebrauchtes HDPE und PP recyceln und zu neuen Behältern umgestalten, die für die Lieferkette der Lebensmittel und Frischprodukte eingesetzt werden. "Nach dem Eintreffen bei der Schoeller Allibert werden sie zuerst inspiziert und dann zu Mahlgut verarbeitet, welche vor dem Transport in den Spritzgussbereich gewaschen und getrocknet werden. Daraufhin beginnt ihr "zweites Leben" als neue Kisten und Behälter mit Zulassung für den Lebensmittelkontakt. Das bedeutet, dass die Händler ihren ineffizienten veralteten Bestand - ganz ohne Umweltverschmutzung und Abfälle - durch brandneue MTV-Behälter ersetzen können und innerhalb weniger Wochen ein nachhaltiger Verpackungszyklus entsteht. Die CO2-Bilanz von MTV ist bereits weit niedriger als bei Einwegverpackungen und sinkt durch ein Recycling der MTV noch weiter. Neben den Vorteilen für die Umwelt senken die recycelten Behälter zudem drastisch die Investitionskosten des Händlers." Während des Spritzgussverfahrens wird das HPDE- oder PP-Mahlgut auf Temperaturen bis 250°C erhitzt. Hierdurch wird den weiteren Angaben zufolge das Risiko einer mikrobiologischen Kontamination ausgeschlossen, da alle verbleibenden Partikel bei dieser Hitze nicht überleben können. Zudem sei in keiner der Bearbeitungsphasen die Zugabe von Chemikalien erforderlich, um ein hochwertiges und hygienisches Endprodukt zu gewährleisten. Auch hinsichtlich der Nachhaltigkeit stehe der Recyclingprozess mit EFSA-Zulassung der Schoeller Allibert branchenweit an der Spitze: Das Unternehmen war nach eigenen Angaben der erste Verpackungshersteller, welcher die CO2-Bilanz spezifischer Produkte über deren gesamte Lebensdauer bestimmte und unabhängig prüfen ließ. Hier sei belegt worden, dass die Produkt-CO2-Bilanz ihrer MTV durchschnittlich 68 Prozent unter der von Pappe liegt – nur 26 kg CO2 für jede der verkaufsstarken Maxinest-Einheiten -, wobei diese durch die Verwendung recycelter Behälter während des Produktionsverfahrens weiter gesenkt werde. Ludo Gielen fügt hinzu: "Dank unserer zugelassenen Recyclingwerke sind wir in der Lage, Produkte anzubieten, mit denen Lebensmittelhändler sowohl den Nachhaltigkeitszielen als auch den strengen Sicherheits- und Hygienebestimmungen genügen. Die aus Recyclingmaterial gegossenen Produkte entsprechen vollständig Artikel 4 der EU-Verordnung 282/2008 und bieten unseren Kunden eine Garantie für deren Sicherheit und Eignung für den Lebensmittelkontakt." Weitere Informationen: www.schoellerallibert.com, www.efsa.europa.eu/de |
Schoeller Allibert GmbH, Schwerin
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