| 07.07.2014, 05:56 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Konjunkturforscher aus drei Staaten erwarten eine moderate Erholung im Euroraum. Das Wachstum dürfte sich demnach im zweiten Quartal des Jahres mit 0,3 Prozent geringfügig beschleunigt haben, nach 0,2 Prozent im Quartal zuvor. Das berichteten die Institute ifo, Insee und Istat am Freitag in München, Paris und Rom. Im dritten und vierten Quartal wird sich demnach der reale Anstieg des Bruttoinlandsprodukts stabilisieren bei je 0,3 Prozent. Die Erholung dürfte zahlreiche Sektoren und Mitgliedsländer erfassen. Sie wird vor allem von einem Anstieg der Inlandsnachfrage getragen. Der Außenbeitrag dürfte eher gering ausfallen. Die privaten Investitionsausgaben werden durch zunehmende Ersatz-, aber auch Erweiterungsinvestitionen belebt, die aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise aufgeschoben worden waren. Im Gegensatz dazu dürften sich die privaten Konsumausgaben nur schwach entwickeln, da die Arbeitslosigkeit anhaltend hoch ist und die real verfügbaren Einkommen bestenfalls mäßig steigen. Unter der Annahme, dass der Ölpreis im Prognosezeitraum um 114 Dollar pro Fass und der Wechselkurs um 1,36 Dollar je Euro schwanken werden, wird die Inflationsrate in den kommenden zwei Quartalen lediglich geringfügig zulegen und weiterhin deutlich unter dem Inflationsziel der EZB von knapp zwei Prozent verharren. Die größten Risiken für die konjunkturelle Erholung bestehen in einem möglichen Anstieg der Sparquote der privaten Haushalte im Euroraum, um die zum Teil beträchtlichen Schuldenstände zu reduzieren, in einer schwächeren Nachfrage aus Asien und Lateinamerika sowie in einer Eskalation der internationalen Konflikte in Osteuropa und dem Nahen Osten, die zu einem starken Anstieg der Energiepreise führen könnten. Weitere Informationen: www.ifo.de |
ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V., München
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