| 25.07.2014, 06:07 Uhr | Lesedauer: ca. 4 Minuten |
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Das Geschäft der BASF hat sich im 2. Quartal 2014 positiv entwickelt. Der Umsatz stieg den Angaben zufolge verglichen mit dem Vorjahresquartal um 1 % auf 18,5 Milliarden € an. "Ausschlaggebend hierfür waren höhere Absatzmengen sowohl in unserem Chemiegeschäft, das die Segmente Chemicals, Performance Products und Functional Materials & Solutions umfasst, als auch im Segment Oil & Gas", sagte Dr. Kurt Bock, Vorsitzender des Vorstands der BASF SE bei der Halbjahres-Telefonkonferenz. Die Verkaufspreise gingen leicht zurück. Portfoliomaßnahmen erhöhten den Umsatz per Saldo um 1 %. Anhaltend negative Währungseffekte (minus 4 %) und ein deutlicher Umsatzrückgang bei Sonstige minderten das Umsatzwachstum der BASF-Gruppe. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen übertraf den Wert des Vorjahresquartals um 221 Millionen € und lag bei rund 2,1 Milliarden €. Im Chemiegeschäft und bei Oil & Gas stieg das Ergebnis deutlich. Im Segment Agricultural Solutions und bei Sonstige ging es dagegen deutlich zurück. Die Abschwächung fast aller für uns wichtigen Währungen gegenüber dem Euro belastete das Ergebnis mit rund 200 Millionen € gegenüber dem Vorjahresquartal", erklärte Bock. Das EBIT stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 246 Millionen € auf 2,0 Milliarden €. Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter wuchs um 142 Millionen € auf 1,3 Milliarden €. Das Ergebnis je Aktie betrug im 2. Quartal 1,41 €, nach 1,26 € im Vorjahreszeitraum. Das um Sondereinflüsse und Abschreibungen auf immaterielle Werte bereinigte Ergebnis je Aktie stieg auf 1,54 € (Vorjahresquartal: 1,40 €). Bei Functional Materials & Solutions lag der Umsatz auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Der Absatz erhöhte sich, vor allem bei Catalysts, deutlich. Belastet wurde die Umsatzentwicklung durch negative Währungseffekte. Im Bereich Construction Chemicals führten zudem Portfoliomaßnahmen zu einem deutlichen Umsatzrückgang. Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 63 Millionen € auf 356 Millionen €. Maßgeblich hierfür waren die höheren Mengen und gesunkene Fixkosten. "We create chemistry"-Strategie weiter umgesetzt "In den vergangenen Monaten haben wir unsere ‚We create chemistry‘-Strategie weiter umgesetzt. Wir haben in aussichtsreiche Arbeitsgebiete investiert und waren mit Innovationen im Markt erfolgreich. Daneben haben wir Geschäfte optimiert und unsere Effizienz weiter erhöht", so Bock. Erst vor wenigen Tagen hat BASF eine neue Produktionsanlage für Automobil-Abgaskatalysatoren in Sroda Slaska in der Nähe von Breslau/Polen in Betrieb genommen. Das Unternehmen investiert auch verstärkt in das Geschäft mit Kunststoffen und Kunststoff-Vorprodukten in Asien. Mit der Restrukturierung bei Performance Products liege BASF auf Kurs. Durch die Restrukturierungsmaßnahmen in diesem Segment werde BASF bis Ende 2017 insgesamt mehr als 2.000 Arbeitsplätze abbauen. Von 2017 an rechnet das Unternehmen mit einer Ergebnisverbesserung von rund 500 Millionen € pro Jahr. Die Einmalkosten sollen 250 bis 300 Millionen € betragen. Prognose für das Gesamtjahr 2014 Für 2014 rechnet BASF nunmehr mit einem schwächeren Wachstum der Weltwirtschaft als noch vor sechs Monaten erwartet. Belastend ist ferner die Schwäche der meisten für BASF wichtigen Währungen. Die Erwartungen des Unternehmens bezüglich der weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für 2014 wurden daher zum Teil reduziert (bisherige Prognose in Klammern): - Wachstum des Bruttoinlandsprodukts: 2,5 % (2,8 %) - Wachstum der Industrieproduktion: 3,7 % - Wachstum der Chemieproduktion: 4,4 % - US-Dollar-Wechselkurs von durchschnittlich 1,35 US$ pro Euro (1,30 US$ pro Euro) - Ölpreis von 110 US$/Barrel im Jahresdurchschnitt Bock: "Die erwartete leichte Belebung des Wachstums der Weltwirtschaft und wichtiger Abnehmerbranchen im Jahr 2014 wirkt sich positiv auf unser Geschäft aus. Daher halten wir trotz noch ungünstigerer Währungsentwicklungen und gestiegener politischer Risiken an unserem Ausblick für das Jahr 2014 fest. Wir wollen unseren Absatz ohne Berücksichtigung von Akquisitionen und Devestitionen erhöhen." Dennoch werde der Umsatz verglichen mit dem Jahr 2013 voraussichtlich leicht sinken. Gründe hierfür seien die geplante Devestition des Gashandels- und Gasspeichergeschäfts und die anhaltend negativen Währungseffekte. Beim EBIT vor Sondereinflüssen erwartet BASF einen leichten Anstieg, vor allem infolge deutlich höherer Beiträge von Performance Products und Functional Materials & Solutions. Das EBIT werde voraussichtlich deutlich steigen. Die Sondererträge aus der geplanten Devestition des Gashandels- und Gasspeichergeschäfts sowie aus der Devestition der BASF-Anteile am Joint Venture Styrolution sollen dazu einen wesentlichen Beitrag leisten. Weitere Informationen: www.basf.com |
BASF SE, Ludwigshafen
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