| 17.02.2006 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Technische Polymere haben bis 2010 gute Absatzchancen in Südafrika. Dafür sorgen weit überdurchschnittliche Wachstumsraten in der Baubranche sowie im Kfz-Sektor. Der Bedarf an weniger anspruchsvollen Kunststoffen, sog. Commodities, wird durch die lokale Produktion abgedeckt. Branchenprimus Sasol dürfte im Zuge eines Milliardenprojekts seine Polymerproduktion nahezu verdoppeln, und plant den Export im großen Stil nach Ostasien. (Kontaktanschrift) Der südafrikanische Markt für Kunststofferzeugnisse wird in den kommenden Jahren nach Prognosen von Branchenexperten etwa in Höhe des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um rd. 5,0% wachsen. Der derzeitige Pro-Kopf-Verbrauch von Polymeren in Südafrika liegt mit nur 39 kg im internationalen Vergleich immer noch recht niedrig; in den USA kommen auf eine Person etwa 100 kg/Jahr. Die wichtigsten Kunden im Bau- und Automobilsektor werden in den kommenden Jahren kräftig expandieren. Hohe Konsumbereitschaft sorgt im Verpackungssektor ebenfalls für Absatzsteigerungen, der technische Fortschritt und die damit verbundenen Einsparmöglichkeiten bei Kunststoffen wiegen das Wachstum jedoch zum Teil wieder auf. Das Recyceln von Verpackungen setzt sich immer mehr durch. Die Verpackungsbranche hat sich zum Ziel gesetzt, den Wiederverwertungsanteil bis 2009 auf etwa 20 bis 25% anzuheben. Bereits jetzt gehört Südafrika weltweit zu den Vorreitern. Zu Zeiten der Apartheid wollte die isolierte Volkswirtschaft auf teure Polymerimporte verzichten und investierte daher in Recyclingtechnik. Der Gebrauch des für Flaschen verwendeten und gut recycelbaren Polyethylenterephthalat (PET) gewinnt zunehmend an Bedeutung. Hosaf, einer der führenden Polymerhersteller Südafrikas baut bei Johannesburg eine Fabrik zum Recycling von PET-Flaschen mit einer Jahreskapazität von 10.000 jato. Derzeit werden nur etwa 7.000 jato PET wiederverwertet, das Potenzial schätzen Branchenkenner auf etwa 85.000 jato. Darüber hinaus plant Lenco, ebenfalls einer der führenden lokalen Verpackungshersteller, eine 60 Mio. R teure PET-Produktionsanlage mit einer Jahreskapazität von rd. 30.000 jato. Weiterführende Informationen |
bfai Bundesagentur für Außenwirtschaft, Köln
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