| 04.09.2014, 06:13 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() v.l.: Stadtammann Carlo Parolari, Ständerätin Brigitte Häberli-Koller, Geschäftsführer Müller Recycling Cäsar Müller, Regierungsrätin Carmen Haag, Geschäftsführer PET-Recycling Schweiz Jean-Claude Würmli, Geschäftsführer Borema Umwelttechnik AG Roland Tischer, Architekt Tiziano Salzmann, Architekt Christoph Baumeler - (Bild: Mathias Brechbühl). Die Thurgauer Regierungsrätin Carmen Haag, die Thurgauer Ständerätin Brigitte Häberli-Koller und der Frauenfelder Stadtammann Carlo Parolari haben am 3. September 2014 zum Spaten gegriffen, um den Start für den Bau des ersten Schweizer Sortierzentrums zu markieren, das nebst PET-Getränkeflaschen auch Kunststoffflaschen sortieren kann. Diese können seit Anfang 2014 weitflächig separat entsorgt werden. Dank Investitionen von über 10 Millionen Franken weist der neue Betrieb der Müller Recycling AG, zusammen mit der bestehenden Anlage, eine Sortierkapazität von 40.000 Tonnen PET-Getränkeflaschen bzw. Kunststoffflaschen pro Jahr auf. Das ist doppelt so viel wie heute. Die neue Sortieranlage überzeugt den Angaben nach durch eine energieeffiziente Konzeption. So sollen die elektronischen Sortiersysteme dank „Flying Beam“ Technologie bis 30 Prozent und die beiden BOA „Ecoline“ Ballenpressen gegenüber herkömmlichen Systemen bis zu 60 Prozent weniger Energie benötigen. „Das zukünftige Sortierwerk ist zukunftsweisend“, wie Michel Monteil, Abteilungsleiter des Bundesamts für Umwelt (BAFU) in seiner Stellungnahme schreibt. „Es leistet einen wichtigen Beitrag zur Schliessung von Stoffkreisläufen und damit zur Reduktion des ökologischen Fussabdruckes unseres Landes. Durch die Sortierung in der Schweiz können Abfalltransporte ins Ausland vermieden und Arbeitsplätze im Inland generiert werden. Zudem erlaubt der Einsatz von modernen Technologien eine Steigerung der Qualität des Rezyklats und bewirkt somit eine Erhöhung der Wirtschaftlichkeit des Kunststoffrecyclings“, schreibt Monteil weiter. Mehr Bottle-to-Bottle-Recycling Die Sortieranlage der Müller Recycling AG wurde von der Borema Umwelttechnik AG konstruiert. Sie kann je nach Bedarf in den Sortiermodus für PET-Getränkeflaschen oder in den Sortiermodus für Kunststoffflaschen umgestellt werden, weil der Prozess ähnlich verläuft. Polyethylen(PE)-Folien aus Industrie und Gewerbe werden ebenfalls im neuen Sortierzentrum sortiert, aber direkt von Hand. Ziel der Sortierung ist es, die Flaschen nach den Farbqualitäten klar, hellblau, grün und bunt (alle anderen Farben) zu unterteilen. Im neuen Sortierzentrum können dank der optimierten Sortiertechnologie nun noch mehr hellblaue und klare PET-Getränkeflaschen gewonnen werden. Diese eignen sich für die Herstellung eines lebensmitteltauglichen Rezyklats, das für die Produktion von neuen Getränkeflaschen gebraucht wird. Die restlichen Flaschen werden für die Herstellung von diversen PET-Produkten wie Textilien und Verpackungen verwendet. Eine gemeinsame Sammlung von PET-Getränkeflaschen und Kunststoffflaschen sei nach wie vor nicht möglich, weil der Reinheitsgrad für das Bottle-to-Bottle-Recycling nach der Sortierung mindestens 99.96 Prozent betragen muss und die Lebensmitteltauglichkeit zwingend einzuhalten sei. Das sei trotz neuer Technologie nur mit einer vorgängigen Separatsammlung machbar. Positiver Einfluss auf PET-Verwertungsquote Messungen haben den weiteren Angaben zufolge gezeigt, dass in der Kunststoffflaschensammlung oft PET-Getränkeflaschen enthalten seien, die für die Quotenberechnung relevant wären. Werden dank der neuen Sortieranlage alle Kunststoffflaschen in der Schweiz sortiert und rezykliert, würden praktisch keine PET-Getränkeflaschen für die Verwertungsquote verloren gehen. Hinzu komme die verbesserte elektronische Sortierung, die eine höhere Ausbeute aus dem Materialstrom ermögliche, was sich ebenfalls positiv auf die Verwertungsquote auswirke. Weitere Informationen: www.borema.ch, www.mueller-recycling.ch, www.petrecycling.ch |
Verein PRS PET-Recycling Schweiz, Zürich, Schweiz
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