| 23.09.2014, 06:02 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Biologisch abbaubare Kunststoffe (aus nachwachsenden Rohstoffen, wie z.B. PLA, PHA, TPS u.a. - oder aus Erdöl, wie z.B. PBAT, PBS usw.) ermöglichen einen Mehrwert in bestimmten Anwendungen. Solche Anwendungen gibt es in der Landwirtschaft (z.B. Mulchfolien), im Haushalt (z.B. Bioabfallbeutel) und in anderen Bereichen. Ob solche bioabbaubaren Kunststoffe eine Lösung gegen Umweltverschmutzung sind, ist noch unklar. Es gibt seit Jahren eine weltweite Diskussion über sogenannte oxo-abbaubare Kunststoffe. Es handelt sich hierbei um herkömmliche (nicht-abbaubare) Kunststoffe wie PE, PP, PET u.a., welche mit geringen Anteilen Additiven versetzt sind. Unternehmen, die solche Kunststoffe in den Markt bringen, behaupten, sie seien biologisch abbaubar, aber Experten vermissen den wissenschaftlich-basierten Beweis durch ein neutrales, unabhängiges Labor oder unabhängigen Zertifizierer. So lange solch ein Beweis nicht erbracht ist, bezweifeln Kritiker den vollständigen biologischen Abbau und nennen diese Kunststoffe oxo-fragmentierbar. Jetzt planen OWS (Organic Waste Systems nv, Gent, Belgium) und IKT (Institut für Kunststofftechnik, Universität Stuttgart) eine Multi-client Studie zu diesen sogenannten oxo-abbaubaren Kunststoffen. Aufbauend auf einer Literaturrecherche von OWS für den Verband Plastics Europe (2013), wurde ein umfassendes Laborprüfprogramm aufgesetzt. Diese Laborprüfungen sollen umfassend und abschließend beweisen, ob solche Kunststoffe vollständig biologisch abbaubar sind oder nicht. In einer ersten Phase ist geplant, eine Auswahl oxo-abbaubarer Kunststoffe aus dem Markt abiotisch zu behandeln. In einer zweiten Phase sollen die zerfallenen Fragmente weitergehenden Bioabbau-Prüfungen nach international anerkannten ISO und ASTM-Normen unterzogen werden. Es ist weiterhin möglich, an dieser Multi-client Studie teilzunehmen. Der Beitrag für jeden Partner ist in etwa 10.000 bis 20.000 Euro, je nach teilnehmenden Firmen. Über OWS Organic Waste Systems (OWS) gilt als weltweit führend im Bau und Betrieb von Vergängungsanlagen, in der Prüfung von Bioabbaubarkeit und Kompostierbarkeit verschiedener Materialien und Werkstoffe sowie in der Abfallberatung. OWS wurde 1988 als private belgische Firma gegründet. Die Zentrale liegt in Gent, Belgien, und hat Tochtergesellschaften in den USA und Deutschland. Über das IKT Das Institut für Kunststofftechnik (IKT) wurde 1963 gegründet und ist gilt als ein führendes Forschungsinstitut auf dem Gebiet der Kunststofftechnik. Es arbeitet auf allen Gebieten: der Werkstofftechnik, der Verarbeitungstechnik (Maschinen- und Prozesstechnik) sowie der Konstruktionstechnik/Produktentwicklung. Weitere Informationen: www.ows.be, www.ikt.uni-stuttgart.de |
Organic Waste Systems, Gent, Belgien
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