| 13.10.2014, 06:35 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
Das IKV hat in einem Forschungsprojekt zur Schaumextrusion die Verwendung von Trockeneis als physikalischem Treibmittel untersucht. Zusammen mit der motan-colortronic GmbH, Isny, wurde eine neue Verfahrenstechnik entwickelt, die zur Herstellung mittelschwerer Schäume CO2 im festen Aggregatzustand, das so genannte Trockeneis, einsetzt. Die neu entwickelte Verfahrenstechnik kombiniert dabei die Vorteile des physikalischen und des chemischen Schäumens. Das Trockeneis wird ähnlich wie das Masterbatch beim chemischen Schäumen in Form von Pellets über den Materialtrichter in den Extruder eindosiert. Modifikationen am Extruder selbst sind daher nicht nötig. Ein weiterer Vorteil: Als physikalisches Treibmittel hinterlässt Trockeneis im Extrudat keine Reaktionsrückstände, wie z.B. Wasser. Es ist somit auch für hydrolyseempfindliche Materialien geeignet. Die neue Dosiertechnik ist in der Lage, Trockeneispellets über eine Dosierschnecke und einen Fallmischer direkt in die Einzugszone des Extruders zu dosieren. Damit vermeiden die IKV-Forscher eine vorzeitige Sublimation des Trockeneises und das Abkühlen des Kunststoffgranulats. Durch zügiges Aufschmelzen des Kunststoffs und einen raschen Druckaufbau wird das Trockeneis in der Schmelze gelöst. Das IKV hat die neuartige Dosiertechnik inzwischen umfangreich getestet und Prozessfenster für das Verfahren erarbeitet. Mit der neuen Verfahrenstechnik können Schaumdichten von minimal 350 kg/m³ (Beispiel LDPE) erzielt werden, die mit dem chemischen Schäumen vergleichbar sind. Durch Anpassung der Prozesstemperaturen ist das Verfahren auch auf andere Kunststoffe, wie z.B. Polypropylen, übertragbar. Trotz vergleichsweise hoher Sublimationsverluste bei der Treibmitteldosierung ist das Verfahren aufgrund der geringen Kosten für CO2 konkurrenzfähig zu chemischen Treibmitteln. Das Verfahren ermöglicht einen kostengünstigen Einstieg in die Schaumextrusion, da sich die Nachrüstung auf die Dosiertechnik beschränkt. Das Projekt wurde über zwei Jahre über die AiF im Rahmen der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert. Weitere Informationen: www.ikv-aachen.de, www.motan-colortronic.com |
Institut für Kunststoffverarbeitung, Aachen
» insgesamt 316 News über "IKV" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
PETValue Philippines: Nicht recycelbare Flaschenbestandteile als Brennstoff für die Zementproduktion
Arterex: Neuer ISO-Klasse-8-Reinraum erweitert Medizintechnikfertigung in Mexiko
Autoneum: Zwei neue Werke in China
Colines: Voll ausgestattete 9-Schicht-Gießfolienanlage für Kundentests verfügbar
BASF: Vorläufige Quartalszahlen übertreffen Erwartungen – Ergebnisausblick für 2026 angehoben
Meist gelesen, 10 Tage
BASF: Vorläufige Quartalszahlen übertreffen Erwartungen – Ergebnisausblick für 2026 angehoben
RJG: Niiko Rautiola übernimmt Position des CEO
Autoneum: Zwei neue Werke in China
Wago: Björn Twiehaus ab September neuer CEO
TaipeiPlas 2026: Anmeldung für Aussteller und Besucher gestartet
Meist gelesen, 30 Tage
VBI Plastic: Vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet
Kebo: Zusammenschluss mit Plastisud
Bruchsaler Kunststoffe: Insolvenzantrag gestellt
Festo: Verlagerung der Spritzgussfertigung in die Türkei
Meist gelesen, 90 Tage
Durotherm: Übernahme durch swissplast group sichert Fortführung der Standorte Haiterbach und Lindlar
Dreher: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
Grünstoff: Kunststoffrecycler mit strategischer Neuausrichtung
Evonik: Stellenabbau und Ausstieg aus dem Polyester-Geschäft angekündigt
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Physikalischer Schaumspritzguss - Grundlagen für den industriellen Leichtbau
|