| 25.11.2014, 16:12 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die europäischen Institutionen verabschiedeten gestern eine Änderung der Verpackungsrichtlinie, die auf den Verbrauch von herkömmlichen Einweg-Kunststofftüten abzielt. Die Gesetzesänderung bestätigt explizit das Vorgehen mehrerer Mitgliedsstaaten in Bezug auf den Einsatz von kompostierbaren Kunststofftüten. Eine Reihe von EU-Ländern nutzt bereits die Vorteile dieser Produkte. European Bioplastics begrüßt den Einsatz für den Umweltschutz von MdEP Margrete Auken (Grüne), der führenden Unterhändlerin der Gesetzesänderung. „EU-Mitgliedstaaten werden entsprechende Maßnahmen zur Reduktion des Kunststofftütenkonsums ergreifen müssen. Es bleibt ihnen jedoch überlassen, wie dies geschehen soll. Sie können Abgaben oder ähnlich effektive Maßnahmen für Kunststofftüten einführen, oder sie erfüllen ehrgeizige Minderungsziele“, kommentierte Auken den bindenden Gesetzesbeschluss zur Minderung des Kunststofftütenverbrauchs. Der verabschiedete Gesetzestext verortet die Entscheidungsprozesse explizit auf Ebene der Mitgliedstaaten. So soll sichergestellt werden, dass Entscheidungen landesspezifische Infrastruktur, Handelsgebräuche und Marktbeschaffenheit optimal berücksichtigen. “Dies ist eines der zentralen Ergebnisse der Verhandlungen. Die Gesetzesänderung bestätigt damit nachträglich nationale Gesetzesinitiativen in Italien und Frankreich“, erklärte François de Bie, Vorstandsvorsitzender von European Bioplastics. „Beide Staaten haben die Vorteile von biologisch abbaubaren und kompostierbaren Kunststofftüten bereits erkannt und nutzen diese Produkte wegweisend zur Förderung einer getrennten Bioabfallsammlung. Dies wiederum reduziert die Menge an organischen Abfällen, die deponiert werden.“ In diesem Zusammenhang begrüßt European Bioplastics, dass die europäische Norm EN 13432 (industrielle Kompostierbarkeit von Kunststoffprodukten) als Standard für die Zertifizierung von biologischer Abbaubarkeit bestätigt wurde und die Kennzeichnung für biologisch abbaubare und kompostierbare Kunststofftüten weiter entwickelt werden soll. Als „äußerst problematisch“ stufte MdEP Auken ‘oxo-bioabbaubare’ Kunststofftüten ein. „Diese Tüten verschlimmern das Vermüllungsproblem, indem sie in Mikropartikel zerbröseln, welche dann die Umwelt verschmutzen. Darüber hinaus behindern sie sowohl die Kompostierung als auch das mechanische Recycling“, erklärte Auken. European Bioplastics teilt die Ansicht von Margrete Auken, dass bedauerlicherweise eine Möglichkeit, oxo-abbaubare Kunststoffe zu verbieten, vertan wurde. “Dies wäre ein klares Signal an den Markt gewesen, Kunststofftüten nicht mit irreführenden Botschaften über vermeintliche biologische Abbaubarkeit zu bewerben“, bekräftigte de Bie. „Allerdings wird die nächste Möglichkeit nicht lange auf sich warten lassen“, zeigte er sich überzeugt und verwies auf den Auftrag an die Europäische Kommission, dem Europäischen Parlament und dem Europäischen Rat alsbald einen Bericht zur Umweltwirkung von oxo-abbaubaren Tüten vorzulegen. „Dieser Report wird klar zeigen, dass oxo-abbaubare Kunststoffe nicht biologisch abbauen und folglich keine ökologisch wertvolle Lösung darstellen“, so de Bie. Weitere Informationen: www.european-bioplastics.org |
European Bioplastics e.V., Berlin
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