| 07.01.2015, 06:32 Uhr | Lesedauer: ca. 1 Minute |
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Am Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der Technischen Universität Dresden wurde das Prüflabor zur Polymeranalyse um eine Feuchtigkeitsmesszelle erweitert. Diese neuartige Präzisionsmesszelle wird zur Charakterisierung von Klebstoffen, Schmelzen sowie Harz- und Schaumstoffsystemen unter Feuchtigkeits- und Temperatureinfluss eingesetzt. Als Bestandteil eines modularen Rheometers des Kooperationspartners Anton Paar GmbH ergänzt die Präzisionsmesszelle die Ausstattung des ILK zur thermischen, mechanischen und rheologischen Analyse von Polymeren und Kompositen. Die Bestimmung des visko-mechanischen Verhaltens von Materialien unter Feuchtigkeitseinfluss dient unter anderem der Optimierung von Verarbeitungs- und Fügeprozessen. Insbesondere bei Strukturklebstoffen, Polyurethan-Harzsystemen und thermoplastischen Hochleistungswerkstoffen ist die Feuchtigkeitsabhängigkeit der Materialeigenschaften entscheidend für eine wirtschaftliche und reproduzierbare Fertigung sowie für eine Abschätzung des Langzeitverhaltens. Diese Messungen sind mit der neuen Messzelle auch während Vernetzungs- und Phasenumwandlungsprozessen möglich. Neben Verbundwerkstoffen mit Kunststoffmatrix werden hierbei auch metallische und keramische Matrixmaterialien sowie zelluläre Werkstoffe betrachtet. Ziel der Forschungsarbeiten am ILK ist es, wirtschaftliche Verarbeitungsprozesse und zuverlässige Materialmodelle zu entwickeln. Für eine Effizienzsteigerung moderner Triebwerke und Turbomaschinen ist der zuverlässige Einsatz hybrider Leichtbauwerkstoffe in übersättigtem Dampf essentiell. Die ILK-Wissenschaftler forschen deshalb bereits intensiv an der Weiterentwicklung der Feuchtigkeitszelle zur Materialanalyse im Nassdampf. Weitere Informationen: tu-dresden.de/ing/maschinenwesen/ilk |
Technische Universität Dresden, Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik, Dresden
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