| 13.10.2015, 06:10 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die in der GKV/TecPart-Fachgruppe Thermoformung zusammenarbeitenden Unternehmen haben sich in ihrer letzten Sitzung am 6. Oktober 2015 auf die wesentlichen Eckpunkte zur Beschaffung von thermoformbaren Halbzeugen geeinigt. Die Interessensgemeinschaft ist angetreten, einen umfassenden Leitfaden für Thermoformer, deren Kunden und Lieferanten zu verfassen. Die Zielsetzung ist, den thermogeformten Produkten mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, da oft noch Lösungen in Metall gewählt werden, die leichter und kostengünstiger in Kunststoff zu realisieren seien. Schon heute werden eine Vielzahl von Produkten durch das Tiefziehen von thermoplastischen Halbzeugen (Platten oder Folien) hergestellt. Typische Vertreter sind unter anderem vielfältige Verpackungshilfen (z.B. Blisterverpackungen), Ordnungssysteme in der Möbelindustrie, Werkstückträger für automatisierte Anlagen sowie auch Verkleidungen von Anlagen und Fahrzeugen. Dennoch stehe wenig Literatur zur Verfügung, aus der ein einheitlicher Standard hervorgehen würde. Die Lücken beginnen bei der Definition des Vormaterials, da es hier oft keine eindeutige Spezifizierung gebe. Dabei gehe es oft nicht um die technischen Eigenschaften, sondern um das, was der eine bestellt und der andere liefert. Im schlechtesten Fall münde dies in der Reklamation des Endkunden. Zielsetzung der Fachgruppe Thermoformer im TecPart ist es, diese Diskussionen in der Lieferkette auf Fakten zurückzuführen. Dafür wurde nun im ersten Schritt die "Einkaufsrichtlinie thermoformbare Halbzeuge" eingeführt. Neben den üblichen Einkaufsbedingungen sollen diese als neuer Verbandsstandard Eingang in die Bestellunterlagen der Thermoformer finden. Es sei dabei darauf geachtet worden, dass hier Forderungen an die Ausführungen der Halbzeuge gestellt werden, die bereits von den guten Halbzeugherstellern eingehalten werden können. Neben den Anforderungen an die Inhalte dieses Datenblatts wurden Materialparameter festgelegt, die insbesondere aus der Erwartungshaltung der Endkunden an die Produkte der Thermoformer herangetragen würden. Mit einer einheitlichen Anforderung an die Verpackung der Halbzeuge sei auch für die Halbzeughersteller ein einheitlicher Rahmen gesetzt worden, der die vielfältigen Wünsche der Verarbeiter zukünftig auf wenige Ausführungen reduzieren soll. Die Vertreter der Fachgruppe seien sich bewusst, dass dieser Veränderungsprozess anfangs mit interner wie externer Überzeugungskraft angegangen werden müsse, schließlich aber ein Vorteil für die Wertschöpfungskette werde, weil die Nachvollziehbarkeit der Produktqualität für die Endkunden gesteigert werde. Der Einkaufsleitfaden ist über die Geschäftsstelle des GKV/TecPart zu beziehen, darüber hinaus liege er auf der Fakuma am Stand aus. Weitere Informationen: www.gkv.de, www.tecpart.de Fakuma 2015, Friedrichshafen, 13.-17.10.2015, Halle A5, Stände 5104+5016 |
Gesamtverband Kunststoff verarbeitende Industrie e.V. (GKV), Bad Homburg
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