| 13.07.2026, 09:07 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Beteiligungsgesellschaft Capmont hat die Dyneon GmbH im Rahmen eines Carve-outs – also der strategischen Ausgliederung eines Geschäftsbereichs aus einem bestehenden Unternehmen - von der 3M Deutschland GmbH übernommen. Die Transaktion erfolgt über die Private-Equity-Strategie „Special Opportunities“, die auf Unternehmensausgliederungen, Restrukturierungen und Sondersituationen mit Entwicklungspotenzial ausgerichtet ist. Dyneon mit Sitz im Chemiepark Gendorf, Bayern, wurde 1996 gegründet und gehörte vor dem Ausstieg des US-Konzerns 3M aus der PFAS-Produktion zu den weltweit führenden Herstellern von Hochleistungsfluorpolymeren und Spezialadditiven. Im Zuge der PFAS-Strategie von 3M war das Unternehmen zuletzt auf die geordnete Einstellung der Produktion ausgerichtet. Nach Angaben von Capmont beschäftigt Dyneon derzeit rund 400 Mitarbeiter und verfügt über eine Produktionskapazität von 18.000 Tonnen Fluorpolymeren pro Jahr. Die Produktionsanlage in Gendorf zählt zu den technologisch führenden Standorten ihrer Art. Der Investor plant gemeinsam mit dem Management die schrittweise Wiederaufnahme der Fertigung. Langfristig werden ein Jahresumsatz von mehr als 300 Millionen Euro sowie ein Ausbau der Belegschaft auf über 500 Beschäftigte angestrebt. Die von Dyneon hergestellten Fluorpolymere kommen in anspruchsvollen industriellen Anwendungen zum Einsatz, unter anderem in der Halbleiterfertigung, der Medizintechnik, der Luft- und Raumfahrt, bei Batterien für Elektrofahrzeuge sowie im Energiesektor. Aufgrund ihrer hohen Temperatur- und Chemikalienbeständigkeit, ihrer elektrischen Isolationseigenschaften und ihrer mechanischen Belastbarkeit gelten Fluorpolymere in zahlreichen sicherheits- und leistungskritischen Anwendungen als technisch schwer ersetzbar. Das weltweite Marktvolumen für Fluorpolymere wird auf 8 bis 9 Milliarden US-Dollar geschätzt. Die Nachfrage wächst nach Unternehmensangaben mit einer durchschnittlichen jährlichen Rate von rund vier Prozent, insbesondere aufgrund des Einsatzes in technologisch anspruchsvollen Industrien. Capmont sieht in Dyneon Potenzial für eine Rückkehr in den internationalen Markt. Das Unternehmen verweist dabei auf die vorhandenen Produktionskapazitäten, das technische Know-how sowie Kompetenzen im Bereich Recycling und Kreislaufwirtschaft von Spezialpolymeren. Capmont verwaltet nach eigenen Angaben ein Anlagevermögen von mehr als 1,5 Milliarden Euro und investiert über verschiedene Private-Equity-Strategien in kleine und mittelständische Unternehmen in Europa mit Schwerpunkt auf der DACH-Region. Weitere Informationen: |
Capmont Germany GmbH, München
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