| 11.09.2006 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das Jahr 2005 brachte kräftige Umsatzeinbrüche / Chinesische Anbieter jagen Konkurrenz Marktanteile ab Deutsche Anbieter von Kunststoffmaschinen erlebten 2005 ein kleines Desaster. Ihre Exporte nach Hongkong brachen gegenüber 2004 um fast 40% ein. Der größte Kunde, die südchinesische Leichtindustrie, hielt sich angesichts sinkender Margen mit Investitionen zurück bzw. wich auf preisgünstige einheimische Anlagen aus. Durch die Verlagerung von Montage und Ersatzteillieferung ins "Reich der Mitte" können die deutschen Maschinenbauer aber wieder Boden gut machen. Während die deutschen Anbieter von Kunststoffen 2005 ihre Exporte nach Hongkong um fast 50% steigerten, verzeichneten die Hersteller von Kunststoffmaschinen ein Minus von nahezu 40%. Für 2006 zeichnet sich zwar wieder eine leichte Erholung ab, das Geschäft bleibt allerdings angesichts der technologisch rasch aufholenden chinesischen Konkurrenz hart. Im Jahr 2005 importierte die ehemalige britische Kronkolonie Kunststoffmaschinen im Wert von 460 Mio. US$, ein Minus von rd. 8% gegenüber 2005. Das Geschäft lief schlecht, weil die südchinesische Leichtindustrie die steigenden Kosten für Rohstoffe und Transport nur teilweise an die Konsumenten weiter geben konnte. Viele verzeichneten gegenüber 2004 einen deutlichen Gewinnrückgang bzw. rutschten in die Verlustzone. Ihnen fehlte daher das Kapital, um in moderne Maschinen zu investieren. Sie verschoben entweder ihre Anschaffungen oder wichen auf günstige einheimische Anlagen aus. Wie ein Hongkonger Spezialimporteur berichtet, haben die chinesischen Maschinenbauer zwischen 2002 und 2005 technologisch rasch aufgeholt. Während sie bislang vor allem Lowtech-Anlagen im unteren Preissegment anboten, rücken sie nun immer mehr in die Marktmitte vor und drängen die ausländische Konkurrenz in Richtung Spitzensegment. Dort sei allerdings das Wachstum relativ bescheiden. Einer der bedeutendsten Nachfrager nach Kunststoffmaschinen ist die südchinesische Spielzeugindustrie, die ihre Produkte vorzugsweise über den Freihafen der SVR verschickt. So beliefen sich die entsprechenden Branchenexporte Hongkongs 2005 auf über 10 Mrd. US$. Rund 80% der Ausfuhren gingen in Richtung USA, EU und Japan. Die Hersteller von Konsum- und insbesondere Haushaltselektronik stellen eine weitere wichtige Kundengruppe dar. Die chinesischen Waschmaschinenexporte konnten nach Angaben des Marktforschers Global Source gegenüber 2004 um 74% auf 1,1 Mrd. US$ zulegen. Japan lieferte 2005 Kunststoffmaschinen im Wert von 200 Mio. US$ nach Hongkong, ein Minus von 6% gegenüber 2004. Die entsprechenden deutschen Exporte in die SVR brachen hingegen um 39% auf 28 Mio. US$ ein. Der Importanteil Deutschland fiel damit von 9 auf 6%. Weiterführende Informationen |
bfai Bundesagentur für Außenwirtschaft, Köln
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