| 25.08.2017, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das japanische Chemieunternehmen Toray Industries plant die Errichtung eines neuen Produktionswerks für Verbundstoffe aus Polyphenylensulfid (PPS) in Ungarn. Medienberichten zufolge soll das Werk am Standort der Tochtergesellschaft Zoltek entstehen, die in Nyergesújfalu rund 30 km westlich von Budapest Carbonfasern produziert. Die Eröffnung des PPS-Werks mit einer Produktionskapazität von etwa 3.000 Tonnen im Jahr ist für kommenden März geplant. Angaben zur Höhe der Investitionskosten machte Toray nicht. Schwer entflammbares PPS wird u.a. bei der Herstellung von Komponenten für die Autoelektronik und die Antriebstechnik verwendet. Der Markt dieser Kunststoffe erlebt derzeit eine Expansion in Europa, die Nachfrage steigt. Nach der Fertigstellung des ersten europäischen PPS-Werks von Toray in Ungarn wird die Gesellschaft über insgesamt acht PPS-Fertigungsstätten weltweit verfügen, darunter in Japan, China, Südkorea, Thailand und in den USA. Von seinem neuen Standbein in Ungarn erhofft sich das Unternehmen mehr Kundenzufriedenheit dank Optimierung der Versorgung, aber auch eine Stärkung des regionalen Versorgungsnetzes in Europa durch die lokale Fertigung der Produkte und Prototypen, und somit eine beschleunigte Evaluierung von PPS-Kunstharzen für neue Märkte. Die 1926 gegründete Toray mit Sitz in Tokio ist vor allem in den Bereichen Faserstoffe, Textilien, Membrane, Kunststoffe und Hochleistungsverbundstoffe aktiv sowie mit weiteren Unternehmenszweigen in der Pharmaindustrie, Biotechnologie und Elektronik. Die Gesellschaft gilt als weltweit größter Hersteller von Carbonfasern, bei PPS-Polimeren verfügt Toray über eine Produktionskapazität von derzeit insgesamt 27.600 Tonnen im Jahr. Mit rund 46.250 Mitarbeitern erwirtschaftete das Unternehmen im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von 2.026,5 Mrd. JPY (15,71 Mrd. EUR). Weitere Informationen: www.toray.com Quelle: nov-ost.info |
Toray Industries, Tokio, Japan
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