| 18.11.2002 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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12.11.2002
Verpackungen aus EPS: 10 Jahre International Recycling Agreement
Die Hersteller von Verpackungen aus EPS (expandiertem Polystyrol, meist bekannt als Styropor®) begingen jüngst den zehnten Jahrestag ihres weltweiten International Recycling Agreement. Auf Anregung der EPS-Verpackungsindustrie Deutschlands (www.ik-verband.de,
www.styropor-verpackung.de) und Österreichs unterzeichneten deren EPS-Recycling-Organisationen und die der wichtigsten Handelsnationen USA und Japans am 12. November 1992 in Chicago das International Recycling Agreement.
Darin verpflichten sich die Signatarorganisationen EPS-Verpackungen auch von Importgütern in die nationalen Recyclingaktivitäten ohne jede Diskriminierung einzubeziehen, den Ausbau der jeweiligen nationalen Recyclingwege für gebrauchte EPS-Verpackungen zu fördern und voranzutreiben, im internationalen Raum vergleichbare und angemessene Umweltanforderungen insbesondere bezüglich des Recycling gebrauchter EPS-Schutzpolster für den Transport empfindlicher Produkte anzustreben und ein internationales Informationsnetzwerk zu Umwelt und Abfallwirtschaftsprogrammen zwischen den Herstellern von EPS-Verpackungen, Güteproduzenten, Regierungsstellen und Verbrauchern zu entwickeln. In Deutschland hatten die Hersteller von EPS-Verpackungen bereits 1985 eigenverantwortlich mit dem Aufbau einer Rückführungs- und Verwertungsorganisation begonnen. Die damals rund 50 Unternehmen erklärten sich zur Rücknahme bei ihnen angelieferter gebrauchter EPS-Verpackungen bereit. Darüber hinaus veranlassten die kommunalen Abfallwirtschaftsbehörden, Rücknahmestellen für gebrauchte EPS-Verpackungen einzurichten. Als die Verpackungsverordnung 1991 in Kraft trat, gab es bereits 1.100 solcher Sammelstellen. Die Unternehmen investierten in Recyclingrechnologie und entwickelten Rücknahmekonzepte sowohl für Großanfallstellen als auch für Kleinmengen. Bereits 1996 konnte die Branche eine Recyclingquote von über 70 Prozent, bezogen auf die deutsche Produktion, vermelden. Für gebrauchte Verpackungen aus EPS wird eine Vielzahl von werkstofflichen Verwertungswegen praktiziert. Neben den Recyclingaktivitäten der EPS-Verpackungshersteller hat sich eine leistungsfähige EPS-Recyclingindustrie entwickelt. Die Verwertung gebrauchter Transportverpackungen aus EPS ist zum Selbstläufer geworden. Das International Recycling Agreement hat auch dazu geführt, dass im Jahr 1993 in Brüssel EUMEPS Packaging, die European Manufacturers of EPS Packaging Association gegründet worden ist. In den letzten zehn Jahren hat das International Recycling Agreement 30 Signatar-Staaten vereint, einschließlich Argentinien, das dieser Vereinbarung symbolisch heute, an seinem 10. Jahrestag bei der EUMEPS Packaging Tagung in Brüssel beitritt. Als direktes Ergebnis der verstärkten Zusammenarbeit zwischen den Signatar-Staaten ist die Recyclingrate kontinuierlich auf rund 45 Prozent im Jahr 2001 weltweit gestiegen. Das sind rund 790.000 Tonnen EPS-Recycling. Im Jahr 2000 wurde die International EPS Alliance (INEPSA, www.inepsa.org) gegründet. In einer Zeit, in der die Entfernungen zwischen den Produktionsanlagen und den Verbrauchern kontinuierlich wächst, hat INEPSA die Absicht der drei beteiligten Kontinente (AFPR für Nordamerika, AMEPS für den asiatischen und pazifischen Raum und EUMEPS für Europa) bekräftigt, die Zusammenarbeit der weltweiten EPS-Industrie weiter zu intensivieren. Diese Bemühungen wurden im Jahr 2002 u. a. belohnt durch die Bildung der südamerikanischen Organisation ASAPEX, die der INEPSA kürzlich beigetreten ist. Signatarstaaten des International Recycling Agreement sind: Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, China, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Hongkong, Indien, Irland, Italien, Japan, Kanada, Korea, Malaysia, Niederlande, Österreich, Philippinen, Portugal, Singapur, Spanien, Südafrika, Schweden, Taiwan, Thailand, Uruguay, UK und USA. |
Industrieverband Kunststoffverpackungen e.V., Bad Homburg
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