| 28.02.2018, 09:17 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Damit im geschlossenen Kreislauf aus alten PET-Getränkeflaschen laufend wieder neue hergestellt werden dürfen, müssen sehr hohe Anforderungen an die Lebensmittelhygiene erfüllt werden. Der damit einhergehende Aufwand ist viel höher als beim konventionellen Recycling, bei dem weniger hochwertige Rezyklate gewonnen werden, die auch nur für eine einmalige Wiederverwendung geeignet sind. Ob sich dieser Mehraufwand allerdings rechtfertigen lässt, hat das auf Umweltanalysen spezialisierte Schweizer Unternehmen Carbotech, Basel, im Auftrag von PET-Recycling Schweiz nun untersucht. Die Studie (16 Seiten, Februar 2018) kommt zum überraschenden Schluss, dass der Umweltnutzen des geschlossenen Flaschenkreislaufs deutlich höher ist als ursprünglich angenommen: Der Umweltnutzen liegt demnach um 50 Prozent höher als beim konventionellen Recycling. Jean-Claude Würmli, Geschäftsführer PET-Recycling Schweiz: „Die Studie belegt, dass sich das auf höchste Qualität ausgerichtete Schweizer Recyclingsystem bewährt und wir dank dem geschlossenen Flaschenkreislauf den größtmöglichen Nutzen für die Umwelt erreichen.“ Der Zusatznutzen des geschlossenen Flaschenkreislaufs hängt den weiteren Angaben nach stark davon ab, wie viel Rezyklat in die Produktion der PET-Getränkeflaschen einfließt und wie viele Recycling-Zyklen die PET-Getränkeflaschen durchlaufen. So hätte die Erhöhung des Rezyklat-Anteils um nur 20 Prozent eine Steigerung des Umweltnutzens auf 140 Prozent gegenüber dem konventionellen, einmaligen Recycling zur Folge. Jean-Claude Würmli ist überzeugt, dass dies heute machbar ist: „In den letzten Jahren wurden mehrstellige Millionenbeträge in die Schweizer Recyclinganlagen investiert und im ähnlichen Umfang geht es weiter. Dank dieser ausgewachsenen Infrastruktur sind wir in der Schweiz eigenständig. Entwicklungen wie der chinesische Import-Stopp für Kunststoffe betreffen uns nicht. Vor allem aber sind wird in der Lage, der Industrie sicheres Schweizer PET-Rezyklat anzubieten, das bei gleichwertiger Qualität zweimal umweltfreundlicher ist als Neumaterial – ohne dass es mehr kostet. Es liegt jetzt an der Industrie, ob sie im Sinne des Umweltschutzes vermehrt auf rezykliertes PET setzen will.“ Dateianhang zur Meldung: Weitere Informationen: www.petrecycling.ch, carbotech.ch |
Verein PRS PET-Recycling Schweiz, Zürich, Schweiz
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