| 13.08.2018, 12:16 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Frankreich hat eine Reihe von Maßnahmen angekündigt, um das Recycling von Kunststoffabfällen zu fördern. "Das ist ein wichtiger und richtiger Schritt", kommentierte Eric Rehbock, Hauptgeschäftsführer des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung. Frankreich will ein Pfandsystem für Kunststoffflaschen einführen, die Deponierung von Kunststoffabfällen verteuern sowie Kunststoffprodukte aus recycelbaren Kunststoffen preiswerter und aus nicht recycelbaren Kunststoffen teurer machen. Dadurch soll ein deutlicher Anreiz geschaffen werden, dass die Hersteller, speziell von Kunststoffverpackungen, auf recycelbaren Kunststoff setzen. Das kündigte die französische Umweltstaatssekretärin Brune Poirson in der Zeitung "Journal du Dimanche" an. Frankreich setzt bei seiner Strategie auch auf Instrumente, die wir in Deutschland einsetzen, wie zum Beispiel das Pfandsystem. Wie die Tagesschau meldete, soll außerdem die Deponierung von Kunststoffabfällen höher besteuert werden. "Leider wird darauf verzichtet, die Deponierung von Kunststoffabfällen zu verbieten", bedauert Eric Rehbock. Wenn jedoch die Kunststoffabfalldeponierung in Frankreich tatsächlich deutlich verteuert werde, wäre das zumindest für das Kunststoffrecycling schon einmal ein gutes Signal, das nicht ohne Wirkung bliebe. Der bvse will mit Interesse verfolgen, wie Frankreich sein Ziel praktisch umsetzt, recycelbare Kunststoffe preiswerter und nicht recycelbare Kunststoffe teurer zu machen. "Auch Deutschland hat noch Nachholbedarf, damit auch in Zukunft die anspruchsvollen Ziele der vorgegebenen Recyclingquoten erfüllt werden können. Insofern kann es durchaus sein, dass wir von diesem französischen Weg lernen können", erklärte bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock. Weitere Informationen: www.bvse.de |
Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V., Bonn
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