| 15.10.2018, 06:01 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Unter dem Namen "cardyon" entwickelt und vermarktet Covestro neue Polyethercarbonatpolyole, die mit Hilfe des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) hergestellt werden. Mit "Desmopan" 37385A bietet das Unternehmen nun den ersten Vertreter einer neuen Reihe von thermoplastischen Polyurethanen (TPU) an, die Polyethercarbonatpolyole auf Basis der CO2-Technologie enthalten. Verglichen mit konventionellen TPU-Materialien sollen die neuen TPU-Werkstoffe einen geringeren ökologischen Fußabdruck hinterlassen und helfen, den Kohlenstoffkreislauf zu schließen. Außerdem schonen sie die fossilen Rohstoffquellen und treten im Gegensatz zu vielen biobasierten Materialien nicht in Konkurrenz zur Produktion von Nahrungsmitteln. "Unsere Kunden können mit dem neuen TPU den ökologischen Fußabdruck ihrer Erzeugnisse verringern und dadurch gegenüber ihren Wettbewerbern eine Vorreiterrolle in puncto Nachhaltigkeit einnehmen", erklärt Georg Fuchte, TPU-Experte bei Covestro. "Das gilt besonders für Unternehmen der Konsumgüterindustrie, die häufig Produkte mit nur kurzer Lebensdauer herstellen." "Desmopan" 37385A hat laut Covestro eine Härte von 85 Shore A. Seine mechanischen Eigenschaften sollen mindestens auf dem Niveau von konventionellen TPU-Typen ähnlicher Härte liegen, diese zum Teil sogar übertreffen. Beispielsweise habe es eine Zugfestigkeit von 36 Megapascal. Die Reißdehnung erreicht den Angaben zufolge 660 Prozent (DIN 53504). Der Kunststoff ist für die Extrusion ausgelegt, eigne sich aber auch für das Spritzgießen. "Das Einsatzspektrum deckt typische Anwendungen von konventionellen TPU-Typen mit vergleichbarer Härte ab und reicht von Sohlen und Komponenten des Oberschuhs über Sportbekleidung, Griffe und Knäufe bis hin zu Verpackungen für empfindliche Elektronik", so Fuchte. Verschiedene Produktvarianten geplant Covestro plant, die neue TPU-Reihe um Varianten unterschiedlicher Härte zu erweitern. In der Entwicklung weit vorangeschritten sei zum Beispiel ein Produkt mit einer Härte von 95 Shore A, dessen Schmelze bei der Verarbeitung schnell aushärtet. "Wir zielen damit auf spritzgegossene Anwendungen, in denen es besonders auf eine wirtschaftliche Fertigung in kurzen Zykluszeiten ankommt", erläutert Fuchte. Covestro kooperiert eng mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen, um die CO2-Technologie auch als Syntheseplattform für andere großchemisch eingesetzte Rohstoffe zu nutzen. Zum Beispiel wird an neuen CO2-basierten Polyolen für Polyurethan-Hartschäume gearbeitet, die etwa in der Wärmedämmung von Gebäuden, im Automobil und in Sportartikeln Verwendung finden könnten. Im Werk Dormagen betreibt Covestro bereits eine Produktionsanlage, auf der CO2-basierte Polyole für Polyurethan-Weichschäume produziert werden. Letztere kommen in der kommerziellen Fertigung von Polstermöbeln und Matratzen zum Einsatz. Weitere Informationen: www.covestro.com |
Covestro AG, Leverkusen
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