| 27.11.2018, 12:18 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Der österreichische Kunststoffrecyclingmaschinen-Hersteller Erema hat gestern auf der PETnology-Konferenz in Paris seine neu entwickelte „Vacunite“-Technologie präsentiert. In dieser Weltneuheit kombiniert der Maschinenbauer sein Bottle-to-Bottle Verfahren „Vacurema“ mit einer neu patentierten, Vakuum unterstützten Solid State Polycondensation (SSP) von Polymetrix. Das Besondere an dieser Vereinigung: Alle thermischen Prozessschritte laufen unter Stickstoffatmosphäre. Ergebnis ist laut Erema ein in seiner Qualität einzigartiges rPET-Granulat, das sowohl die gesetzlichen Vorgaben, als auch die Anforderungen führender Brand Owner für die Lebensmitteltauglichkeit übertreffen soll. Mit „Vacunite“ erweitert Erema sein Portfolio für PET-Recyclinglösungen. Christoph Wöss, Erema Business Development Manager für den Bereich Bottle: „Das wachsende Bekenntnis der Gesellschaft zum bewussten Umgang mit Kunststoff führt dazu, dass sowohl politische Vorgaben, als auch Selbstverpflichtungen namhafter Getränkemarken eine deutliche Erhöhung des Rezyklat-Anteils in Endprodukten fordern. Zur Erfüllung dieser Vorgaben muss insgesamt mehr Material von je nach Sammelsystem unterschiedlicher Qualität recycelt werden, während zugleich die großen Brands ihre Anforderungen an die produzierten Rezyklate immer noch strenger ansetzen.“ Im Fokus der Weiterentwicklung der PET-Recyclingtechnologie stand demnach das Ziel einer nochmaligen Qualitätsverbesserung. „Unsere Neuentwicklung ‚Vacunite‘ vereint das Beste des technisch Möglichen“, ist Wöss überzeugt. Das Verfahren basiert auf der Kombination der seit 20 Jahren bewährten und für diese Anwendung weiterentwickelten „Vacurema“ Technologie mit der neu patentierten, Vakuum unterstützten Stickstoff SSP von Polymetrix. Alle thermischen Prozessschritte laufen unter Stickstoffatmosphäre, wodurch Verfärbungen von Flakes und Pellets weitgehend ausgeschlossen sein sollen und Zusätze, die in der Schmelze zu ungewollten Reaktionen führen könnten, zuverlässig entfernt werden sollen. Die Vakuumunterstützung dient der Reinigung des Stickstoffes, der dadurch wieder dem vorhergehenden Prozessschritt zugeführt werden kann, was wiederum den Stickstoffverbrauch reduziert. Um Verunreinigungen der Preforms zu vermeiden, werden vor der Abfüllung etwaig verbliebene Staubpartikel von den Pellets entfernt. „Vakuum unterstützt und unter Stickstoffatmosphäre entstehen rPET-Rezyklate, die alle bestehenden Vorgaben für den Lebens-mittelkontakt, auch jene der großen Getränkemarken, bei Weitem übertreffen“, betont Wöss. „Vacunite“ zeichnet sich den weiteren Angaben zufolge aber nicht nur durch die herausragende Qualität des Outputmaterials aus. Die Recyclingtechnologie besticht demnach auch durch ihre vergleichsweise kompakte Bauweise, einen geringen Energieverbrauch und im Vergleich zu Vakuum SSP-Anlagen durch deutlich weniger Wartungsaufwand. Je nach Maschinentype sei für den SSP-Teil eine Bodenfläche von 50 bis 60 Quadratmetern ausreichend. Auch in Bezug auf Höhe und Unterkonstruktion gestalte sich die Dimensionierung der Maschinenhalle weniger aufwendig, als bei anderen SSP-Lösungen. Der Energieverbrauch der „Vacunite“ für den gesamten Produktionsprozess vom Flake bis zum finalen Granulat soll bei lediglich 0,35 kWh pro Kilogramm liegen „Mit ‚Vacunite‘ bieten wir unseren Bottle-to-Bottle Kunden ergänzend zum bestehenden Portfolio eine neue Technologie, die von der technischen Performance bis zur Rezyklat-Qualität auf allen Ebenen neue Maßstäbe setzt“, fasst Manfred Hackl, CEO Erema Group, zusammen. Weitere Informationen: www.erema-group.com |
Erema - Engineering Recycling Maschinen und Anlagen Ges.m.b.H., Ansfelden, Österreich
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