| 18.03.2019, 09:11 Uhr | Lesedauer: ca. 4 Minuten |
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![]() ![]() Das neu gestaltete Panorama-Dachsystem kommt als einteilige, fertig montierte Einheit einbaufertig und vorgetestet im Renault-Montagewerk an. Diese wird von Robotern mit dem Fahrzeugdach verklebt - (Bild: Polyscope). "Wir freuen uns sehr und fühlen uns geehrt, dass wir diesen renommierten JEC-Innovationspreis gewonnen haben. Es war ein herausforderndes Entwicklungsprojekt für das Polyscope-Team, aber wir hatten das Glück, mit hervorragenden, technisch hervorragend versierten Planungsmitarbeitern und Ingenieuren der Webasto France und der Renault Gruppe, sowie der an diesem Projekt beteiligten spezialisierten Partnerfirmen zusammenzuarbeiten", sagte Ferdi Faas, Business Unit Director bei Polyscope Polymers B.V. Der Wechsel von herkömmlichen, eloxierten Aluminium-Strangpressprofilen zu thermoplastischen Verbundführungsschienen sorgt laut Polyscope für eine Verbesserung des Nutzerdesigns von Renault. Demnach wurden 13 mm zusätzlicher Kopfraum für die Fahrgäste, sowie eine Erhöhung des Sichtwinkels durch die Glasscheibe ("Daylight opening") erreicht. Die XIRAN SGH30EB Verbundführungsschienen sollen zudem die Konstruktion und Installation des Panorama-Dachs auf den Montagelinien für Fahrzeuge vom Typ Scenic und Grand Scenic vereinfachen. Insgesamt führe das Projekt zu einer deutlichen Senkung der Systemkosten der verbauten Dachmodule. XIRAN SGH30EB ist eine zu 15 Prozent glasverstärkte Copolymerverbindung aus Styrol-Maleinsäureanhydrid und Acrylnitril-Butadien-Styrol (SMA-GF). Die Formel wurde von Polyscope optimiert, um einerseits eine hohe Haftfestigkeit mit dem Polyurethan-Kleber zur Befestigung des Glases am Modul, sowie dem Modul an der Dachkonstruktion der Rohkarosserie (BIW) zu gewährleisten und andererseits sicherzustellen, dass formstabile Präzisionsteile mit hoher "shot to shot"-Konsistenz im Spritzgussverfahren hergestellt wurden, was für den reibungslosen Öffnungs- und Schließvorgang des Rollosystems sehr wichtig sei. Außerdem entfiel die Notwendigkeit, ein Schmiermittel zu verwenden. In diesem Partnerschaftsprojekt arbeitete das Polyscope-Team eng mit dem Automobilhersteller Groupe Renault (Boulogne-Billancourt,; Frankreich), dem Hersteller von Dachsystemen für Automobile Webasto SC (Les Châtelliers-Chateaumur, Frankreich), sowie dem spezialisierten Werkzeugmacher und Formenbauer AARK-Shapers (La Séguinière, Frankreich) zusammen. Webasto konzipierte die Gleitschienen aus Spritzguss so, dass sie ein hohes Maß an Funktionsintegration aufweisen und somit die Anzahl der Teile und die Anzahl der Montagevorgänge reduzieren, um Fertigungszeit, Kosten und Komplexität ebenfalls zu verringern. Dank der intelligenten Werkzeuge von AARK-Shapers konnten acht SMA-GF Verbundteile für das Dachmodul in einem Family-Tool gegossen werden, das ebenfalls über modulare Blöcke verfügt. Dadurch sei es möglich, Schienen für den Scenic (Fünfsitzer) und den Grand Scenic (Siebensitzer) im gleichen Werkzeug zu fertigen, ohne dass kostspielige Schieber oder zusätzliche Werkzeuge erforderlich sind. Die asymmetrischen oberen und unteren thermoplastischen Schienenabschnitte wurden zweiteilig gespritzt und nach dem Entformen zusammengefügt. Im Montagewerk von Renault kommt das neu gestaltete Panorama-Dachsystem von Webasto komplett montiert und als einteilige, vorgetestete, einbaufertige Einheit an. Das Modul wird dann automatisch mit dem Fahrzeugdach verklebt, wodurch zwei bis drei Montageschritte entfallen. Da der Entwurf des Verbundmoduls auf thermoplastischer Basis aus weniger Teilen besteht, erwartet Renault neben der anfänglichen Kostenreduzierung bei installierten Panorama-Dächern auch langfristig geringere Garantiekosten. Darauf lasse die geringe Mängelquote (parts per million) und die höhere Qualität bei den seit 2016 verkauften Fahrzeugen schließen. Für die Renault-Gruppe ergebe sich ein ökologischer Vorteil bei der Umstellung auf einen thermoplastischen Verbundwerkstoff für die Rollo-Führungsschienen. Wie Aluminium sei auch das SMA/ABS-Basiskunststoffmaterial vollständig recycelbar, verbrauche aber deutlich weniger Energie, um die Schienenteile herzustellen und am Ende der Lebensdauer eines Fahrzeugs zu recyceln. Über Polyscope Polyscope ist auf die Forschung und Produktentwicklung von Styrol-Maleinsäureanhydrid (SMA)-Copolymeren, Verbindungen, wässrigen Lösungen und Styrol, Maleinsäureanhydrid und N-Phenylmaleinimid (SMANPMI)-Terpolymeren spezialisiert. Das Unternehmen arbeitet an einer Reihe von laufenden Kooperationsprojekten in der Automobilindustrie und anderen Marktsegmenten, bei denen Kunden nach alternativen, leichteren Designlösungen aus einem leistungsstarken thermoplastischen Verbundwerkstoff suchen, der auch die Konstruktion und Montage von Komponenten vereinfachen kann. Weitere Informationen: polyscope.eu |
Polyscope Polymers BV, Geleen, Niederlande
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