| 18.10.2019, 06:10 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die wirtschaftliche Situation der europäischen Kunststoffindustrie sowie Aktivitäten für mehr Nachhaltigkeit und zirkuläres Wirtschaften rund um Kunststoffe wurden heute bei der Pressekonferenz von PlasticsEurope im Rahmen der K 2019 vorgestellt. Dr. Rüdiger Baunemann, Regional Director Central Region von PlasticsEurope und Hauptgeschäftsführer von PlasticsEurope Deutschland e.V., eröffnete die Veranstaltung mit aktuellen Zahlen zur europäischen Kunststoffproduktion, zur Nachfrage und zur Verwertung, wie sie in der dazu veröffentlichten Publikation "Plastics – the Facts 2019" zu finden sind. Während demnach die weltweite Produktion von Kunststoffen auch 2018 weiter anstieg, ging die Kunststoffherstellung in Europa zurück. Auch die Prognosen für das Jahr 2019 deuten auf eine Fortsetzung dieses Trends hin, der im Einklang mit den von der EU erwarteten wirtschaftlichen Entwicklungen stehe. "Die Kunststoffhersteller leiden unter der schwächelnden Konjunktur nicht nur in Europa, sondern weltweit", so die Schlussfolgerung von Dr. Baunemann. "Die wirtschaftliche Entwicklung hat erheblich an Schwung eingebüßt, wichtige Abnehmerbranchen weisen schwache bis negative Wachstumsraten auf." Interessant sei die Entwicklung beim End-of-Life rund um Kunststoffe: So stieg die Sammlung von Kunststoffabfällen von 27,1 Millionen Tonnen im Jahr 2016 auf 29,1 Millionen Tonnen im Jahr 2018. Die Mengen, die der Wiederverwertung zugeführt wurden, erhöhten sich um fast 12 Prozent auf mehr als 9,4 Millionen Tonnen. Auf Seiten der europäischen Kunststoffverarbeiter blieb 2018 die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr stabil. Javier Constante, Präsident von PlasticsEurope, lieferte auf der K eine Bestandsaufnahme zur Selbstverpflichtung der europäischen Kunststofferzeuger Plastics 2030 - Voluntary Commitment. Der Status quo zeige, dass die Branche über ihr selbstgestecktes Ziel zur Umsetzung der europäischen Kunststoffstrategie hinausgehe. So hätten die Kunststofferzeuger dazu beigetragen, wertschöpfungskettenorientierte Plattformen für Kunststoffe aufzubauen, um die Recyclingquoten zu erhöhen und die Ressourceneffizienz zu verbessern. Darüber hinaus hätten sich alle Mitgliedsunternehmen des Kunststofferzeugerverbands PlasticsEurope dazu verpflichtet, das Programm Operation Clean Sweep (OCS) bis Ende 2019 zu unterzeichnen. Somit sei PlasticsEurope weltweit der erste Branchenverband, der OCS als eines der Kernwerte in seine Arbeit integriert habe. "Ich erkenne in der Branche sehr viel Entschlossenheit, konkrete Lösungen im Kampf gegen Meeresmüll schneller voranzubringen, die Geschäftsmodelle anzupassen und über die bisherigen Ziele der Wiederverwertung hinauszugehen", so Javier Constante. K 2019, 16.-23.10.2019, Düsseldorf, Halle 6, Stand C40 Weitere Informationen: www.plasticseurope.org |
PlasticsEurope Deutschland e.V., Frankfurt am Main
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