| 04.03.2020, 11:53 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die BGS Beta-Gamma-Service GmbH und Co. KG hat im Jahr 2019 rund zehn Prozent mehr Spritzgusskomponenten mithilfe von Gamma- und Betastrahlen veredelt als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das mittelständische Unternehmen, das u.a. auf die Strahlenvernetzung von Kunststoffen spezialisiert ist, führt das Umsatzplus auf die gestiegene Nachfrage der Automotive-Branche zurück. Diese fordert demnach zunehmend leichte Werkstoffe bei stetig steigenden Anforderungen an die thermische, mechanische und chemische Belastbarkeit der Komponenten. Anhaltend gute Zuwächse verzeichnete BGS zudem mit der Vernetzung von Rohr- und Stangenprodukten, die u.a. in Fernwärme- und Fernkältetechnik städtischer Infrastrukturprojekte zum Einsatz kommen. Automobilindustrie zeigt gesteigertes Interesse an Strahlenvernetzung Schon heute werden zahlreiche Bauteile im Motorraum, Abdeckungen und Befestigungselemente sowie Komponenten im Interieur- und Exterieurbereich aus strahlenvernetzen Kunststoffen hergestellt. „Wir haben 2019 eine gesteigerte Nachfrage von Automobilzulieferern verzeichnet und mehr Projekte im Bereich Spritzguss umgesetzt“, sagt Dr. Andreas Ostrowicki, Geschäftsführer von BGS. „Die Strahlenvernetzung bietet vor allem für den Leichtbau neue Möglichkeiten, denn mit diesem Veredelungsschritt lassen sich herkömmliche Kunststoffe für anspruchsvolle Aufgaben qualifizieren: Vernetzte Bauteile weisen signifikant verbesserte Eigenschaften hinsichtlich Hitzebeständigkeit, mechanischer Festigkeit, Kriechverhalten und Abriebfestigkeit auf.“ Auch vor dem Hintergrund des gewachsenen Kostendrucks werde die Strahlenvernetzung für die Automobilbranche interessanter, meint BGS Geschäftsführer Ostrowicki: „Je nach Höhe der Beschaffungskosten für Hochleistungskunststoff kann die Substitution durch ein strahlenvernetztes Material zu erheblichen direkten Einsparungen führen. Hinzu kommen reduzierte Prozesskosten, denn strahlenvernetzbare Compounds zeichnen sich durch eine einfache Verarbeitung aus, z.B. geringere Verarbeitungstemperaturen im Vergleich zu Hochleistungskunststoffen.“ Auch Baubranche sorgt für Umsatzplus im Bereich Strahlenvernetzung Einen weiteren Anstieg gegenüber dem Vorjahr registrierte BGS 2019 bei Rohr- und Stangenprodukten (rund 10 Prozent). Die Zuwächse in diesem Segment lassen sich auf die anhaltend gute Konjunktur des Bausektors zurückführen – hier werden vernetzte Rohre vor allem in Fernwärme- und Fernkältesystemen der städtischen Infrastruktur verarbeitet. Die Strahlenvernetzung sichert die Gebrauchseigenschaften der Rohrsysteme über einen langen Zeitraum: Sie sorgt für ein verbessertes Zeitstandverhalten bei hohen Temperaturen und Innendrücken und eine damit verbundene höhere Alterungsbeständigkeit. Ein Großteil der Rohrsysteme wird am Standort Bruchsal mithilfe eines speziellen Handlingsystems bestrahlt, das Rohr- und Stangenmaße von bis zu zwölf Metern zulässt. Geschäftsjahre 2020 und 2021: Modernisierungen und Standorterweiterung Nach umfangreichen Modernisierungen der Elektronenbeschleuniger am Unternehmenshauptsitz in Wiehl investiert BGS den weiteren Angaben zufolge auch an den Standorten in Bruchsal und Saal a.d. Donau mehrere Millionen Euro in die Modernisierung der Anlagen und der Handlingtechnik. In Bruchsal laufen zudem die Planungen für den Neubau einer Logistikhalle: Hier sollen bis Ende 2020 insgesamt rund 2.700 mQuadratmeter neue Lagerfläche entstehen. Weitere Informationen: www.bgs.eu |
BGS Beta-Gamma-Service GmbH & Co. KG, Wiehl
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