| 17.07.2020, 07:54 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Evonik baut seine Aktivitäten im Bereich der additiven Fertigung weiter aus. Das Spezialchemieunternehmen hat ein neues Technologiecenter für den 3D-Druck in Austin, Texas, USA, eröffnet. Der Standort soll den weiteren Unternehmensangaben zufolge innerhalb des weltweiten Innovationsnetzwerks von Evonik eine Schlüsselrolle in der Entwicklung neuer ready-to-use Materialien für Powder Bed Fusion spielen, die in der Structured Polymers Technologie hergestellt werden. Pulvermaterialien für Powder Bed Fusion Das neue Center für die Structured Polymers Technologie von Evonik umfasst ein anwendungstechnisches Labor mit 3D-Druckern und einem Verarbeitungsbereich, ein Forschungs- und Entwicklungslabor, Produktionsräume sowie dazugehörige Bürobereiche und Besprechungszimmer. „Das neue Technologiecenter setzt die Erfolgsgeschichte von Structured Polymers unter dem Dach von Evonik fort. Wir haben nun notwendige Rahmenbedingungen geschaffen, diese fortschrittliche Technologie zur Herstellung von 3D-druckfähigen Kunststoffpulvern am Markt zu etablieren“, sagt Thomas Große-Puppendahl, Leiter des Innovationswachstumsfeldes Additive Manufacturing bei Evonik. Akquisition von Structured Polymers Im Januar vergangenen Jahres übernahm Evonik das US-amerikanische Start-up für 3D-Druckmaterialien Structured Polymers Inc., nachdem sich der Konzern an dem Unternehmen bereits zwei Jahre zuvor über seinen Venture Capital Arm beteiligt hatte (siehe auch plasticker-News vom 17.01.2019). Dadurch erhielt der Konzern den Zugang zu einer neuen patentierten Technologie mit dem erklärten Ziel, das bestehende Produktportfolio an speziellen Kunststoffpulvern für additive Fertigung zu erweitern. Bei Structured Polymers geht man von einem Polymergranulat aus, das über verschiedene Prozessschritte zu feinem Pulvermaterial verarbeitet wird. Dabei lassen sich den weiteren Angaben zufolge Kunststoffpulver in kontrollierten Partikelgrößen mit einem Durchmesserbereich von 0,1 μm bis 400 μm bei gleichzeitig sehr guten Materialeigenschaften herstellen. Aus der Akquisition wurden Ende 2019 erste ready-to-use Pulvermaterialien dem Markt vorgestellt: zwei thermoplastische Elastomere auf Basis innovativer Copolyester für pulverbasierte 3D-Druck-Technologien. Beide Produkte sollen eine hohe Elastizität und Flexibilität bei gleichzeitig gutem Rückstellverhalten aufweisen, nach dem Druckvorgang zäh und flexibel bleiben, ohne Kompromisse bei der Oberflächenqualität eingehen zu müssen und sind je nach Anwendung in weiß oder schwarz verfügbar. Umfangreiche Materialexpertise Der Markt für 3D-Druck boomt mit zweistelligen Wachstumsraten. Darin sieht sich Evonik als weltweit führend in der Herstellung von Polyamid 12-Pulvern (PA 12), die bereits seit über 20 Jahren in additiven Fertigungstechnologien zum Einsatz kommen. Neben Polyamid 12 oder Polyamid 613 gehören ebenfalls flexible PEBA-Pulver, Biomaterialien in GMP-Qualität für die Medizintechnik sowie eine Reihe von Additiven und Komponenten wie Dispergiermittel, Fließverbesserer oder reaktive Modifikatoren und Nanokomposite zum Produktportfolio. Weitere Informationen: www.evonik.com/additive-manufacturing |
Evonik Industries AG, Essen
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