| 12.11.2020, 10:48 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die Polytec Group hat einen Vertrag zum Verkauf ihrer Anteile an ihrem historischen Geschäftsbereich „Industrial Division“ – Produktion von Formteilen und Beschichtungen aus Polyurethan sowie Maschinen und Anlagen zur Verarbeitung von Kunststoffen für diverse Anwendungsbereiche – an den Standorten in Bochum und Marchtrenk, Österreich, abgeschlossen. Finanzielle Details werden nicht genannt. Wie das Unternehmen weiter mitteilt, hat die Polytec Holding den Verkauf der Industrial Division nicht aktiv betrieben, auch wenn im Laufe der letzten Jahre wiederholt potenzielle Käufer an die Polytec herangetreten seien, um ihr Interesse an einem Erwerb dieser relativ eigenständig geführten Division zu bekunden. Gleichzeitig fokussierte sich die Polytec Holding immer stärker auf ihre Strategie als umfassender Anbieter von Kunststofflösungen für die Automobilindustrie und komplexere Module für andere Branchen. Diese Know-how-intensiven Kunststoffprodukte aus Spritzguss und Faserverbund in großen Stückzahlen sollen durch die Polytec auch weiterhin innerhalb der Product Line Smart Plastic Applications vertrieben werden und stehen in keinem Zusammenhang mit den Aktivitäten der Industrial Division. Auf Grund der anstehenden Pensionierung von Ulrike Huemer und mangels zukunftsgerichteter Synergien innerhalb des Konzerns war der Zeitpunkt für den Verkauf nun opportun. Der langjährige Gesellschafter Peter Stinshoff, der seit 1995 gemeinsam mit Ulrike Huemer für die Entwicklung der Industrial Division mitverantwortlich zeichnete, wird auch weiterhin wesentlicher Miteigentümer bleiben. Dies sichert unter Mitbeteiligung der Invest Unternehmensbeteiligungs AG, der RSAG Industriebeteiligungen GmbH & Co KG – an welcher der Aufsichtsratsvorsitzende der Polytec, Fred Duswald, beteiligt ist – und in Verbindung mit einer Rückbeteiligung durch Ulrike Huemer, die Grundlagen für eine Nachfolgelösung. Ulrike Huemer wird noch für einen Übergangszeitraum von ein bis zwei Jahren in geschäftsführender Funktion die Gesellschaft begleiten. Das geplante Closing des Verkaufs soll nach der kartellrechtlichen Genehmigung, voraussichtlich Anfang Dezember 2020, erfolgen. Polytec rechnet mit einem einmaligen Cash-Effekt von rund 17 Mio. Euro bzw. einem Ergebniseffekt von rund 14 Mio. Euro. Historische Entwicklung der Industrial Division Die heutige Polytec Elastoform GmbH wurde im Jahr 1986 von Friedrich und Ulrike Huemer gegründet und mit weiteren Akquisitionen in die „Industrial Division“ zusammengeführt. Die Polytec Industrial bündelte die Kompetenz der Niederdruck-Polyturethanverarbeitung. Namhafte Kunden der Industrie verschiedener Branchen beziehen hochwertige Verschleißteile aus Polyurethan aus den Werken in Marchtrenk und Bochum. Nach dem Erwerb des in der Zwischenzeit zum Headquarter ausgebauten Standortes in Hörsching konzentrierte sich Friedrich Huemer ab 1995 auf die strategische Ausrichtung als Automobilzulieferer und übergab den Industrial-Bereich vertrauensvoll in die Hände seiner Frau Ulrike. Peter Stinshoff - bereits zuvor Teileigentümer der Polytec Thelen - übernahm im Jahr 2008 aus strategischen Gründen durch Anteilstausch 30 Prozent der Anteile an den Gesellschaften der Industrial Division. Seither wurde dieser Geschäftsbereich auf ein Umsatzvolumen von ca. 25 Mio. Euro ausgebaut. Mit dem heutigen Kerngeschäft der Polytec bestanden dabei nur geringe organisatorische Verbindungen, weshalb der Bereich seit jeher weitgehend unabhängig vom Automobil- und Seriengeschäft geführt wurde. Weitere Informationen: www.polytec-group.com |
Polytec Holding AG, Hörsching, Österreich
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