| 02.09.2021, 14:33 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die RKW-Gruppe investiert am Standort Echte einen siebenstelligen Betrag, um dort in Zukunft Kunststofffolien mit hohem Recycling-Anteil herzustellen. Wie es in einer Mitteilung weiter heißt, baut das Unternehmen gleichzeitig seine Produktionskapazität im Bereich industrielle Verpackungen aus. Die neue Fünf-Schicht-Extrusionsanlage ist demnach die jüngste von mehreren Investitionen an dem niedersächsischen Standort. Das Werk in Echte mit über 240 Mitarbeitern ist das Kompetenzzentrum der RKW für industrielle Verpackungen. Forschung, Entwicklung und Produktion der so genannten FFS- und ProVent-Säcke sind hier angesiedelt. Weitere Standbeine der Produktion sind unter anderem Ventilkastensäcke, Transportverpackungen und Müllsäcke. In FFS-Säcken sowie dem in Echte entwickelten ProVent werden Schüttgüter wie Zement oder andere Baustoffe, Lebensmittel wie Zucker, Gewürze oder Salz sowie verschiedene Chemikalien in Mengen von meist 15 bis 25 Kilogramm verpackt. Für die Produktgruppe industrielle Verpackungen wird die neue Anlage nun eingesetzt: „Wir wollen mit neuen Rezepturen unseren Kunden nachhaltigere Verpackungslösungen für industrielle Verpackungen anbieten. Dazu gehört beispielsweise ein stetig wachsender Anteil an rezyklierten Kunststoffen in den Verpackungen. State-of-the-Art-Anlagen wie diese ermöglichen uns das“, sagt Werkleiter Dr. Markus Brinkmann. Bei der Entwicklung hat RKW den weiteren Angaben zufolge den vollen Produktlebenszyklus im Blick. Entsprechend sei neben Robustheit und besonders hohem Schutz der Waren bei diesen Verpackungen auch die volle Wiederverwertbarkeit der Folien sehr wichtig. Dies werde bereits durch die Sortenreinheit sichergestellt, die hergestellten Folien bestehen ausschließlich aus PE. Damit auch der Wiedereinsatz von Rezyklaten ohne Qualitätsverlust erhöht werden kann, müssen innovative Rezepturen speziell für diese Fünf-Schicht-Extrusionsanlage entwickelt werden. Ältere Anlagen mit nur drei Extrudern seien hier stark eingeschränkt. Neben dem erhöhten Rezyklateinsatz würden auch die höhere Energieeffizienz der Anlage sowie die geringeren anfallenden Produktionsabfälle zur Nachhaltigkeit der Produktion beitragen. Nachhaltigkeit im Fokus Alle Standorte der Gruppe in Westeuropa würden ausschließlich Elektrizität aus regenerativen Energiequellen nutzen. Bei einer energieintensiven Branche wie Kunststoff spare dieser Umstieg pro Jahr gut 100.000 Tonnen CO2-Emissionen ein oder rund 60 Prozent der direkten Emissionen der RKW weltweit im Vergleich zu 2019. Die weiteren Standorte sollen sukzessive ebenfalls auf Ökostrom umgestellt werden. Damit insgesamt der Energiebedarf sinkt, setzt die RKW auf Modernisierung in den Produktionsabläufen und auf neue, effizientere Maschinen und Kühlanlagen mit zeitgemäßer Mess- und Steuertechnik. Gleichzeitig werden auch immer mehr Beleuchtungsanlagen in den Werken auf LED umgestellt. Alleine für derartige Energieeffizienzmaßnahmen hat die RKW im Jahr 2020 den abschließenden Angaben zufolge rund 650.000 Euro investiert. Weitere Informationen: rkw-group.com |
RKW SE, Frankenthal
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