| 27.04.2022, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() ![]() Vakuum-Greifersystem aus Kunststoff zur flexiblen Automatisierung im Baukastenprinzip - (Bilder: Nonnenmann). Der Fokus des Systems liegt demzufolge in der Praxistauglichkeit. Hohe Kosten von herkömmlichen Aluminium-Greifersystemen sollen somit ohne Leistungsunterschied beim Einsatz der Kunststoffkomponenten entfallen. Die Anwendung dieser Greifersysteme sei für eine breite Zielgruppe aus der Kunststoff verarbeitenden Industrie bestimmt und soll sich für Kunststoffspritzgießer unter anderem aus den Branchen Automobil-, Elektro- und Lebensmittelindustrie sowie Maschinenbau, Medizintechnik und Verpackungsindustrie eignen. Durch den Haftgriff mittels Pneumatik/Vakuum sollen sich spritzgegossene Kunststoffbauteile besonders schonend aus der Maschine entnehmen und weiterverarbeiten lassen. Die Materialauswahl Kunststoff (PA6 / PA6.6) mit 30 bis 50 Prozent Glasfaseranteil soll die Greiferbauteile zum einen stabil, steif und widerstandfähig, aber auch 50 Prozent leichter machen als herkömmliche Systeme aus Aluminium. Die Bauteile seien dauerhaft hitzebeständig bis 100°C, wobei kurzfristig auch bis zu 180°C möglich seien sollen. Diese Gewichtsreduzierung führt zu einer geringeren Arbeitslast für die Achsen und Roboter, wodurch höhere Nutzlasten oder Achsgeschwindigkeiten in der Praxis möglich sind. Durch das geringe Eigengewicht der Kunststoffbauteile sollen sich diese Handlingssysteme auch besonders für kleine Roboter eignen, denen somit mehr Tragfähigkeit für die zu greifenden Artikel zur Verfügung steht. Als weiterer Vorteil der Kunststoff-Greifer wird angeführt, dass eine versehentliche Kollision mit dem Spritzgießwerkzeug in der Regel zu keinerlei Beschädigungen an der teuren Artikelkontur führt. Das neue Kunststoff-Greifersystem sei mit den meisten am Markt gängigen Systemen kombinierbar. Beim Anwender bereits vorhandene Systeme lassen sich mit Adapterplatten und den darauf vormontierten Endeffektoren und Greifern erweitern. Zur Auswahl steht ein breites Programm an Greifern und diversen Zubehörteilen, welche sich auf die verschiedenen Roboter, Achsen und Angusspicker montieren lassen. Einfache Schnellwechselsysteme in verschiedenen Ausführungen über Bajonettverschluss oder Mini-Bajonett sollen eine schnelle Montage und Demontage, kurze Wechselzyklen der Greifer ermöglichen und somit die Umrüstzeiten an der Maschine reduzieren. Durch den modularen Aufbau im Baukastenprinzip lassen sich aus den über 150 verschiedenen Einzelteilen individuelle Baugruppen und Greiferlösungen je nach aktueller Anforderung leicht zusammenbauen, welche für weitere Anwendungen angepasst werden können. Dafür stehen unter anderem Bauteile wie Greiferplatten, Schnellwechselsysteme, Befestigungsplatten, -profile und -leisten, Saugeraufnahmen, Greifarme, Gelenkstücke, Saugerhalter, Saugnäpfe, Zangen und weitere Zubehörteile zur Auswahl. Somit ist das System universell, flexibel und variabel einsetzbar. Greifersysteme können bei neuen Anforderungen aus bestehenden Bauteilen auch zu einer anderen Baugruppe umgebaut werden, ohne dass dafür die Beschaffung eines kompletten Neubau-Greifers erforderlich sein soll. Durch die Standardisierung und Materialauswahl sei das System bis zu 30-40 Prozent kostengünstiger als vergleichbare Aluminiumsysteme. Außerdem können durch die variable Einsetzbarkeit vorhandene Baugruppen auch für andere Anwendungen umgebaut und wiederverwendet werden, sodass weniger Greifersysteme im Umlauf sind. Auf Anfrage bietet das Unternehmen zusätzliche Aufhängevorrichtungen für die übersichtliche und strukturierte Lagerung und Anordnung der Greifersysteme an. Des Weiteren unterstützt Nonnenmann die Kunden auch bei der Projektierung und Auslegung der Systeme und Automatisierungsvorhaben. Somit sollen sich einfache und flexible Automatisierungslösungen mit der Zielrichtung Industrie 4.0 kreieren lassen. Kuteno 2022, 10.-12. Mai 2022, Rheda-Wiedenbrück, Halle 1, Stand D9 Weitere Informationen: www.nonnenmann.net/spritzereien/vakuum-greifersysteme |
Nonnenmann GmbH, Winterbach
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