| 10.10.2023, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der österreichische Öl-, Gas- und Chemiekonzern OMV kooperiert bei der weiteren Vermarktung seines Recyclingverfahrens "ReOil" exklusiv mit dem britischen Engineering-Unternehmen John Wood Group. In einer Pressemitteilung informierte die OMV über die Unterzeichnung einer entsprechenden Vereinbarung am 3. Oktober auf der Energiewirtschaftskonferenz "Adipec" in Abu Dhabi. Im November vergangenen Jahres hatten beide Unternehmen zunächst eine Absichtserklärung unterzeichnet (siehe auch plasticker-News vom 14.11.2022). Im Rahmen der exklusiven Kooperation planen die OMV und Wood gemeinsam die weltweite kommerzielle Lizenzierung der ReOil-Technologie. Dabei wird das von der OMV entwickelte Verfahren für das chemische Recycling von Kunststoffabfällen mit einer Prozessofentechnologie von Wood kombiniert. Dazu haben die beiden Unternehmen bereits ein gemeinsames "Technologie- und Engineering-Delivery-Team" aufgebaut, das Kunden während des gesamten Prozesses der Adaptierung und Umsetzung der Technologie an ihren Standorten unterstützt. Darüber hinaus wird Wood mit den ReOil-Lizenznehmern zusammenarbeiten, um den gesamten Lebenszyklus der entsprechenden Anlagen zu unterstützen. Daniela Vlad, OMV-Vorstandsmitglied für den Bereich Chemicals & Materials, erklärte: "Wir freuen uns sehr über die langfristige Zusammenarbeit mit Wood, um ein Lizenzangebot bereitzustellen, das es Lizenznehmern weltweit ermöglicht, zukünftige Lösungen der Kreislaufwirtschaft zu nutzen. Dies steht im Einklang mit unseren strategischen Prioritäten, die OMV als führendes Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien und Kreislaufwirtschaft zu etablieren und unser Portfolio durch den Einbezug verwandter Produkte und Geschäftsbereiche zu diversifizieren." Wood-Manager Craig Shanaghey kommentierte: "ReOil ist eine erprobte Lösung für das komplexe Problem von Kunststoffabfällen und passt zu den strategischen Prioritäten von Wood zur Gestaltung einer nachhaltigeren Zukunft. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der OMV, um diese Technologie in großem Maßstab nutzbar zu machen." Das von der OMV entwickelte und patentierte chemische Recyclingverfahren wandelt Kunststoffabfälle in Pyrolyseöl um, das dann als Ausgangsstoff für die Herstellung neuwertiger Kunststoffe genutzt werden kann. Die OMV betreibt an ihrem Standort in Schwechat bei Wien seit 2018 eine ReOil-Pilotanlage und baut derzeit dort eine neue Demo-Anlage mit einer Jahreskapazität von 16.000 Tonnen im Jahr. Im nächsten Schritt soll dann in Schwechat ein industrieller ReOil-Komplex mit Kapazitäten für das chemische Recycling von bis zu 200.000 Tonnen Kunststoffabfällen im Jahr errichtet werden. Weitere Informationen: www.omv.com, www.woodplc.com |
OMV AG, Wien, Österreich
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