| 05.12.2023, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der US-amerikanische Chemiekonzern Dow wird in der westkanadischen Provinz Alberta einen Komplex für die CO2-emissionsfreie Gewinnung und Verarbeitung von Ethylen entwickeln. Wie der Konzern kürzlich in einer Presseaussendung mitteilte, gab der Verwaltungsrat mit der endgültigen Investitionsentscheidung (FID) grünes Licht für das als "Path2Zero"-Project bezeichnete Investitionsvorhaben. Dow plant am Konzernstandort Fort Saskatchewan bei Edmonton die Errichtung eines mit Wasserstoff betriebenen neuen Ethylen-Crackers und den Ausbau emissionsfreier Kapazitäten für die Produktion von Polyethylen und anderer Ethylen-Derivate. Zudem ist die Umrüstung und Erweiterung bestehender Anlagen vorgesehen. Der Konzern rechnet durch Path2Zero mit zusätzlichen Kapazitäten für jährlich knapp 1,9 Mio. Tonnen Ethylen und will dann pro Jahr insgesamt 3,2 Mio. Tonnen zertifiziertes Polyethylen und andere Ethylen-Derivate mit geringen bzw. ohne CO2-Emissionen produzieren. Die erforderlichen Investitionen werden in der aktuellen Mitteilung mit insgesamt rund 6,5 Mrd. USD veranschlagt. Dow-CEO Jim Fitterling erklärte: "Dieses Projekt dient als führendes Beispiel dafür, dass die industrielle Dekarbonisierung sowohl möglich als auch rentabel ist. Die Möglichkeit, unsere Anlagen zu dekarbonisieren und gleichzeitig das Wachstum voranzutreiben, steht im Mittelpunkt der Geschäftsstrategie von Dow. Alle unsere Stakeholder profitieren von dieser Investition – sie schafft Werte für unsere Kunden und Aktionäre, neue Möglichkeiten für unsere Mitarbeiter, wirtschaftliches Wachstum für die Region und weniger Treibhausgasemissionen für die Umwelt." Der Beginn der Bauarbeiten in Fort Saskatchewan ist im kommenden Jahr vorgesehen. Der erste Abschnitt des Projekts Path2Zero soll 2027 abgeschlossen werden, die Fertigstellung des zweiten Abschnitts wird dann 2029 angepeilt. Bereits Anfang dieses Jahres hatte Dow dem Industrieanlagenbauer Fluor den Auftrag für das Front-End Engineering Design (FEED) der geplanten Anlagen erteilt (siehe auch plasticker-News vom 01.03.2023). Die Lieferung der für den Betrieb des Komplexes erforderlichen technischen Gase wird Linde übernehmen, die dafür die Errichtung einer neuen Luftzerlegungsanlage in Fort Saskatchewan plant. Weitere Informationen: www.dow.com |
Dow, Midland, Michigan, USA
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