| 04.03.2024, 09:47 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Evonik verkauft sein Superabsorbergeschäft an die International Chemical Investors Group (ICIG). Wie das Unternehmen mitteilte, wurde ein entsprechender Vertrag unterzeichnet, über den am Vormittag zunächst die Mitarbeiter an den deutschen Standorten informiert wurden. Der Kaufpreis (Enterprise Value) liegt im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich, die Vereinbarung beinhaltet auch die Übernahme von Pensionsverpflichtungen durch ICIG. Der endgültige Übergang des Geschäfts ist nach Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden für Mitte 2024 geplant. „Das Superabsorber-Geschäft passt von seinem Profil her nicht mehr zu unserem Charakter als Spezialchemiekonzern“, sagt Christian Kullmann, Vorstandschef von Evonik. „Wir haben einen verlässlichen Investor dafür gesucht und gefunden. Damit setzt unser Unternehmen den zweiten Schritt in der Veräußerung unserer Division Performance Materials um.“ ICIG gilt als ein erfahrener Chemie-Investor mit Sitz in Frankfurt am Main. Die Gruppe erwirtschaftet mit mehr als 6.200 Beschäftigten einen Jahresumsatz von über 4,6 Milliarden Euro. „Wir freuen uns, ein weiteres Geschäft von Evonik übernehmen zu können“, sagt Dr. Achim Riemann, Vorsitzender des Aufsichtsrats von ICIG. „Der Geschäftsbereich Superabsorber wird mit seiner hohen technologischen Qualität als neue Plattform innerhalb der ICIG unserer Gruppe neue Möglichkeiten für weiteres Wachstum bieten.“ ICIG verfügt über umfangreiche Expertise in der Entwicklung von Standorten und Geschäftseinheiten, die nicht mehr zum Kerngeschäft von Konzernen gehören. Bereits im April 2023 hatte ICIG von Evonik den Standort Lülsdorf mit den dazugehörigen Geschäften in Wesseling erworben und dort umfangreiche Investitionen angekündigt. Der Standort gehörte zuvor wie das Superabsorbergeschäft zum Geschäftsbereich Performance Materials. Als dritter Teil des Geschäftsbereichs steht nun das Geschäft mit C4-Chemikalien zum Verkauf. Superabsorber sind pulverförmige Polymere, die als saugstarke Materialien in Windeln und anderen Hygieneprodukten eingesetzt werden. Das zu veräußernde Geschäft erzielte im Jahr 2023 einen Umsatz von 892 Millionen Euro und ein bereinigtes EBITDA im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Im Durchschnitt der letzten fünf Jahre lag das bereinigte EBITDA bei rund 20 Millionen Euro. ICIG übernimmt das gesamte Geschäft mit rund 1.000 Mitarbeitern und Produktionsanlagen für Superabsorber in Krefeld und Rheinmünster sowie zwei Standorten in den USA (Greensboro, North Carolina, und Garyville, Louisiana). Hinzu kommen Anlagen in Marl zur Herstellung von Acrylsäure, dem wichtigsten Rohstoff für Superabsorber. Weitere Informationen: www.evonik.de, ic-investors.com |
Evonik Industries AG, Essen
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