| 22.03.2024, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der britische Recycling- und Entsorgungskonzern Viridor hat die vollständige Kontrolle über das auf Kunststoffrecycling spezialisierte norwegische Technologieunternehmen Quantafuel übernommen. Die Briten informierten Anfang Februar in einer Pressemitteilung über den Erwerb der ausstehenden Minderheitsbeteiligung. Laut Medienberichten soll der Preis für die etwa neun Prozent der Quantafuel-Anteile bei rund 180 Mio. NOK (15,5 Mio. Euro) gelegen haben. Inzwischen erfolgte auch das Delisting des norwegischen Unternehmens von der Börse in Oslo. Viridor hatte bereits im vergangenen Jahr für insgesamt rund 90 Mio. GBP (105 Mio. Euro) eine Mehrheitsbeteiligung von 90,85 Prozent an Quantafuel übernommen. Viridor-Manager Lee Hodder erklärte in der aktuellen Aussendung: "Die Integration von Quantafuel in die Strukturen von Viridor Polymers festigt unsere Position als wichtiger Akteur im Bereich der Wiederaufbereitung von Polymeren und unterstreicht unser gemeinsames Engagement, Innovationen voranzutreiben und eine Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe zu schaffen." Viridor strebt bis 2025 den Aufbau einer vollständigen Kreislaufwirtschaft für die Kunststoffe PET, Polyethylen (HDPE, LDPE) und Polypropylen (PP) an. Vor zwei Jahren hatte das Unternehmen in Avonmouth bei Bristol einen Komplex für das Recycling von insgesamt rund 80.000 Tonnen Kunststoffabfall im Jahr eröffnet. Die in Oslo ansässige Quantafuel hat ein eigenes Pyrolyseverfahren für das Recycling von Kunststoffabfällen entwickelt. Das Unternehmen betreibt auf der Basis seiner PTL-Technologie (plastics to liquids) bislang eine Pilotanlage im norwegischen Kristiansund sowie eine größere Recyclinganlage in Skive bei Viborg in Dänemark. Eine weitere Anlage mit einer geplanten Recyclingkapazität von 160.000 Tonnen im Jahr wird derzeit im dänischen Esbjerg errichtet. Darüber hinaus plant Quantafuel seit Längerem den Bau einer Anlage für das Recycling von jährlich etwa 100.000 Tonnen Kunststoffabfall am Standort Sunderland im Nordwesten Englands. Die im südwestenglischen Taunton ansässige Viridor gilt als eines der führenden Recycling- und Entsorgungsunternehmen in Großbritannien. Das Unternehmen ist in der Abfallsammlung und Wertstofftrennung aktiv und betreibt in England, Wales und Schottland zahlreiche Deponien, Abfallverbrennungsanlagen und Recycling-Anlagen. Mit insgesamt rund 3.000 Mitarbeitern setzte Viridor im Geschäftsjahr 2022/2023 etwa 672 Mio. GBP (786 Mio. Euro) um und erzielte dabei ein EBITDA von 274 Mio. GBP (321 Mio. Euro) und einen Nettogewinn in Höhe von 14 Mio. GBP (16 Mio. Euro). Weitere Informationen: www.viridor.co.uk, www.quantafuel.com |
Viridor, Taunton, Großbritannien
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