| 15.10.2024, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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![]() ![]() Auf der Fakuma 2024 demonstriert eine Fertigungszelle rund um einen elektrischen Allrounder 370 A die Verarbeitung von "Paper Pearls" im Papierspritzgießen - (Bild: Arburg). Papierfasern statt Erdöl Der Fasergehalt der "Paper Pearls" beträgt über 50 Prozent. Der Hauptbestandteil sind primäre und sekundäre – also neue oder recycelte – Papierfasern, die mit biobasiertem und bioabbaubarem Kunststoff spritzgießfähig gemacht werden. Auf Kunststoffe auf Basis von Erdöl könne dabei komplett verzichtet werden. Aufgrund des hohen Fasergehalts sollten die Endprodukte eine Mindestwandstärke von drei Millimetern aufweisen. Weil sie keinerlei störende Zusatzstoffe enthalten, sollen sie nach Gebrauch problemlos der Gartenkompostierung zugeführt werden können. Auf der Fakuma 2024 demonstriert eine Produktionszelle rund um einen elektrischen Allrounder 370 A "Comfort" mit 600 kN Schließkraft die Fertigung der Spritzteile aus "Paper Pearls". Die eingesetzte Gestica-Steuerung verfügt über mehrere Assistenzfunktionen. Der "aXw Control EnergyAssist" bündelt alle wesentlichen Funktionen von Plastifizierzylinder und Werkzeug. Dies soll für optimiertes Ein- und Ausschalten aller Heizzonen sorgen, den Energiebedarf in der Aufheizphase reduzieren und eine energieeffiziente Fertigung ermöglichen. Das Exponat fertigt mit einem 2-fach-Werkzeug der Firma Lercher in rund 60 Sekunden Zykluszeit die Positionier-Tools "Slot-Lock". Diese Bauteile werden üblicherweise aus herkömmlichem Kunststoff gefertigt und kommen als Montagehilfe beim Zusammenbau von Möbeln zum Einsatz. Das Gewicht der Papierspritzteile beträgt 19,7 Gramm. Ein lineares Robot-System Multilift Select 8 entnimmt die Teile aus dem Werkzeug und legt sie auf ein Förderband ab. "RecyclatePilot" gleicht Schwankungen aus Der "aXw Control RecyclatePilot" in der Gestica-Steuerung soll für eine gleichbleibend konstante Formfüllung und eine stabile Verarbeitung von alternativen Materialien sorgen, indem er Material- und Chargenschwankungen ausgleicht. Die digitale Assistenzfunktion eignet sich laut Arburg für die Verarbeitung von äußerst anspruchsvollen Kunststoffen und insbesondere von Post-Industrial- (PIR) und Post-Consumer-Rezyklaten (PCR). Auch im Fall von Chargenschwankungen oder bei inhomogener oder ungleichmäßig getrockneter Neuware biete der "RecyclatePilot" hervorragende Unterstützung im Spritzgießprozess und könne zu einer deutlichen Reduktion der Ausschussrate beitragen. Eine weitere Pilotfunktion dieser Anwendung ist der "aXw control PressurePilot", der für eine bionisch optimierte Druckregelung sorgen und damit Unterfüllungen oder Gratbildung vermeiden soll. Fakuma 2024, Friedrichshafen, 15.-19. Oktober 2024, Halle A3, Stand 3101 Weitere Informationen: www.arburg.com |
Arburg GmbH + Co KG, Loßburg
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