| 21.10.2024, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das niederländische PET-Recyclingunternehmen Ioniqa Technologies ist insolvent. Das in Eindhoven ansässige Unternehmen wurde kürzlich vom zuständigen Gericht, der Rechtbank Oost-Brabant in 's-Hertogenbosch, für insolvent erklärt. Zuvor hatte Ioniqa in einer Pressemitteilung selbst über einen sogenannten Antrag auf Insolvenzschutz informiert. In dieser Aussendung wird konstatiert, dass das Unternehmen mit seiner Technologie für das PET-Recycling in einem absehbaren Zeitraum keinen positiven Cashflow erzielen könne. Als Grund werden die aktuellen Herausforderungen für den gesamten Recyclingsektor durch niedrige Preise für Primärkunststoffe aus fossilen Rohstoffen und die weiterhin noch im Aufbau befindliche Lieferkette angeführt. Zudem fehlten nach wie vor rechtlich verbindliche Quoten für die Wiederverwertung relevanter Kunststoffmengen. Ioniqa Technologies wurde im Jahr 2009 als Spin-off der Universität Eindhoven gegründet. Das Unternehmen hat ein eigenes Verfahren für das Recycling von bislang nicht verwertbaren PET-Abfällen entwickelt, das die Gewinnung von Rohstoffen für die Produktion neuwertiger PET-Materialien ermöglicht. Das Unternehmen verfügt über eine Recyclinganlage mit einer Jahreskapazität von 10.000 Tonnen im Chemiepark Brightlands Chemelot Campus in Sittard-Geleen. Bei der Entwicklung ihres PET-Recyclingverfahrens hatte Ioniqa u.a. mit dem Kunststoffkonzern Indorama sowie den Nahrungsmittel- und Getränkekonzernen Unilever und Coca-Cola kooperiert. Zudem sagte die US-amerikanische Koch Technology Solutions (KTS) dem Unternehmen erst vor zwei Jahren Investitionen in Höhe von 30 Mio. USD in die weitere Kommerzialisierung des Verfahrens zu (siehe auch plasticker-News vom 29.09.2022). Weitere Informationen: ioniqa.com |
Ioniqa Technologies, Eindhoven, Niederlande
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