| 16.10.2025, 09:49 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Coveris, ein europäischer Verpackungshersteller, und der Chemiekonzern Sabic haben gemeinsam mit Partnern wie dem Zuyderland Medical Centre und Artivion ein funktionierendes Kreislaufmodell für medizinische Kunststoffverpackungen entwickelt. Ziel des Projekts ist es, nicht kontaminierte Kunststoffabfälle aus dem Gesundheitswesen in neue, sterile Verpackungslösungen zurückzuführen. Ausgangspunkt des Vorhabens ist ein Abfallsammelkonzept des Zuyderland Medical Centre in den Niederlanden, das seit 2024 nicht kontaminierte Kunststoffabfälle – vor allem Polyethylen (PE) – separat erfasst. Diese Materialien, die bislang typischerweise verbrannt wurden, werden nun von Sabic in einem chemischen Recyclingprozess zu Pyrolyseöl verarbeitet. Daraus entsteht ein zertifiziertes zirkuläres Polyethylen ("Trucircle" PE), das den hohen Anforderungen an medizinische Verpackungen entspricht. Das Granulat wird anschließend von Coveris zu Folien extrudiert (Standort Halle) und in Rohrdorf zu sterilen Beuteln weiterverarbeitet. Diese werden von Artivion zur Verpackung von Führungsdrähten für gefäßchirurgische Anwendungen eingesetzt und wieder an das Krankenhaus zurückgeliefert. Damit wird der Kreislauf vollständig geschlossen. Die neue Verpackungslösung besteht zu 25 Prozent aus recyceltem Material aus nicht kontaminierten medizinischen Abfällen. Das Projekt gilt als erstes seiner Art im Gesundheitswesen, bei dem gebrauchte medizinische Verpackungen wieder zu neuen, kontaktsensiblen Verpackungen verarbeitet werden. Es ist Bestandteil von Sabic‘s „Trucircle“-Programm und der „No Waste“-Strategie von Coveris. Ziel ist die Etablierung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft im Gesundheitssektor trotz der dort geltenden hohen Hygiene- und Sicherheitsanforderungen. Die Projektpartner sehen in der Zusammenarbeit einen systemischen Ansatz zur Reduktion von Kunststoffabfällen, zur Schonung von Ressourcen und zur Förderung nachhaltiger Verpackungslösungen im medizinischen Bereich. Die Initiative soll als Modell für weitere Anwendungen im Gesundheitswesen dienen. Interessierte können sich auf der Compamed 2025 in Düsseldorf (17.–20. November 2025, Stand J25 in Halle 8B) über das Projekt informieren. Weitere Informationen: www.coveris.com, www.sabic.com |
Coveris Management GmbH, Wien, Österreich
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