| 12.12.2025, 11:24 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Mit dem Forschungsprojekt "Plasreceo" soll eine alternative Technologie zu PFAS-haltigen Funktionsbeschichtungen entwickelt werden, die in den Bereichen Verpackung, Leder und Textilien weit verbreitet sind. Ziel ist es, wasser- und schmutzabweisende sowie antihaftende Eigenschaften ohne den Einsatz per- und polyfluorierter Alkylsubstanzen (PFAS) zu realisieren, die aufgrund ihrer Persistenz, Toxizität und Bioakkumulation zunehmend reguliert und in der EU schrittweise verboten werden. Kern des Projekts ist die Entwicklung silikonbasierter Funktionsbeschichtungen, die mittels atmosphärischer Plasmatechnologie aufgetragen werden. Dieses Verfahren soll die Abscheidung nanometerdünner Schichten ermöglichen, den Chemikalieneinsatz deutlich reduzieren und die ökologische Bilanz des Beschichtungsprozesses verbessern. Gleichzeitig sei die Technologie für eine Vielzahl von Substraten geeignet, darunter poröse und flexible Materialien wie Leder, Textilien und Papier. "Plasreceo" wird gemeinsam vom Schuhtechnologiezentrum Inescop und dem Kunststofftechnologiezentrum Aimplas umgesetzt. Inescop bringt seine Expertise in der Oberflächenbehandlung ein, während Aimplas für die Entwicklung und Formulierung der funktionellen Beschichtungen verantwortlich ist. Durch die Zusammenarbeit soll eine industrielle Übertragbarkeit der Technologie sichergestellt und eine skalierbare Alternative zu etablierten PFAS-Behandlungen geschaffen werden. Ein zentraler Arbeitsschwerpunkt liegt in der Entwicklung neuer organosilikonbasierter Monomere, die speziell für die Anwendung mit atmosphärischem Plasma ausgelegt sind. Diese sollen eine hohe Dauerhaftigkeit, Stabilität und Reproduzierbarkeit der Beschichtungen gewährleisten, auch unter anspruchsvollen Bedingungen wie Abrieb, Feuchtigkeit oder Temperaturschwankungen. Damit soll sichergestellt werden, dass die geforderten funktionalen Eigenschaften erhalten bleiben, ohne Umwelt- oder Gesundheitsrisiken zu verursachen. Das Projekt ist in die Förderlinie für kooperative F&E-Projekte von Technologiezentren in der Valencianischen Gemeinschaft für das Jahr 2025 eingebettet und wird vom Valencianischen Institut für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (IVACE+i) mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Ergänzend sind mehrere Industriepartner aus den Bereichen Mode, Schuhe, Textilveredelung, Lederverarbeitung und Lebensmittelverpackungen beteiligt. Sie unterstützen das Projekt durch Materialbereitstellung, technische Beratung sowie die Validierung der Beschichtungen und Prozesse unter praxisnahen Bedingungen. "Plasreceo" soll damit einen Beitrag zur Entwicklung PFAS-freier Oberflächentechnologien im Einklang mit europäischen Nachhaltigkeits- und Chemikaliensicherheitszielen leisten und zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit industrieller Anwender bei gleichzeitiger Reduzierung von Umweltbelastungen zu stärken. Weitere Informationen: www.aimplas.es |
Aimplas, Valencia, Spanien
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