| 29.01.2026, 08:35 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Sanierung der insolventen Plastic Manufacturing Group kommt voran. Insolvenzverwalter Volker Böhm von der Kanzlei Schultze & Braun liegen mehrere sogenannte indikative Angebote von Investoren für sämtliche Standorte der Unternehmensgruppe vor. Die Interessenten haben darin jeweils Kaufpreisvorstellungen sowie Konzepte zur Fortführung der Betriebe formuliert. Auf dieser Grundlage sollen in den kommenden Wochen konkrete Verhandlungen über mögliche Übernahmen beginnen. Um die Voraussetzungen für eine nachhaltige Fortführung der Unternehmen und eine Investorenlösung zu schaffen, wurden an allen Standorten Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet. Ziel ist es, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der einzelnen Betriebe wiederherzustellen und deren Übernahmefähigkeit zu sichern. In den vorliegenden Angeboten wird deutlich, dass potenzielle Investoren eine Übernahme an die Perspektive einer zeitnahen Rückkehr zur Profitabilität knüpfen. Am größten Standort der Gruppe in Diepersdorf umfassen die Restrukturierungsmaßnahmen unter anderem eine Optimierung der Prozesse sowie einen Personalabbau in der Fertigung, der Logistik und weiteren Unternehmensbereichen. Insgesamt sollen dort 160 Stellen wegfallen. Davon entfallen 40 auf befristete Arbeitsverhältnisse, die nicht verlängert werden. Rund 120 Beschäftigte sollen Kündigungen noch im Januar erhalten. Nach einer Einigung mit dem Betriebsrat über den Stellenabbau und einen Sozialplan wurden die Mitarbeiter in Diepersdorf persönlich über die Maßnahmen informiert. Zur Unterstützung der von den Maßnahmen betroffenen Beschäftigten arbeitet der Insolvenzverwalter mit dem Landkreis und der Agentur für Arbeit zusammen. Unter anderem wurde eine Stellenbörse eingerichtet, die Informationen über offene Positionen in der Region sowie direkte Kontaktmöglichkeiten zu potenziellen Arbeitgebern bietet. Ziel dieser Maßnahmen ist es, den Übergang in neue Beschäftigungsverhältnisse zu erleichtern. An den beiden weiteren operativen Standorten der Gruppe – der SMK Plastic Manufacturing GmbH in Oberlungwitz und der Linden Plastics Manufacturing GmbH in Lüdenscheid – wird am 30. Januar die Eröffnung der jeweiligen Insolvenzverfahren erwartet. Auch dort wird der Geschäftsbetrieb fortgeführt, während parallel Gespräche mit potenziellen Investoren über Übernahmelösungen aufgenommen werden. Die drei Gesellschaften der Plastic Manufacturing Group – die Diepersdorf Plastic Manufacturing GmbH mit rund 730 Beschäftigten, die SMK Plastic Manufacturing GmbH mit etwa 95 Beschäftigten sowie die Linden Plastics Manufacturing GmbH mit rund 120 Beschäftigten – hatten am 3. November 2025 Insolvenzantrag gestellt. Ursache waren erhebliche Verluste in den vorausgegangenen Monaten, die von den Gesellschaftern nicht mehr ausgeglichen werden konnten. Zusätzlich ist die Unternehmensgruppe, wie zahlreiche Betriebe der Automotive-Branche, von einem rückläufigen Pkw-Absatz in Europa sowie deutlich gestiegenen Kosten für Rohstoffe und Energie betroffen. Weitere Informationen: www.schultze-braun.de |
Plastic Manufacturing Group, Diepersdorf
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