| 20.03.2026, 08:46 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Boryszew Kunststofftechnik Deutschland GmbH hat bislang keinen langfristigen Investor gefunden. Trotz einer über mehr als ein Jahr laufenden Suche und zahlreicher Gespräche mit potenziellen Interessenten konnte nach Angaben des Insolvenzverwalters keine tragfähige Lösung für die Standorte Gardelegen und Idar-Oberstein erreicht werden. Da zudem keine Neuaufträge mehr vorliegen, die über das Jahresende hinausreichen, wird nun ein Auslaufen der Produktion zum Jahresende vorbereitet. Das Unternehmen hatte am 5. März 2025 Insolvenzantrag gestellt (siehe auch plasticker-News vom 06.03.2025). Seither wurde nach einer Nachfolgelösung gesucht, um beide Werke langfristig zu sichern. Der Geschäftsbetrieb konnte im Verlauf des Verfahrens stabilisiert werden. Zudem bestand eine Fortführungsvereinbarung mit dem Volkswagen-Konzern. Ein Investor konnte dennoch nicht gewonnen werden. Als Hintergrund wird die anhaltende Krise der deutschen Automobilindustrie genannt. Sie hatte bereits zur Insolvenz beigetragen und erschwert weiterhin eine nachhaltige Sanierung. Nach Unternehmensangaben ging der Umsatz in den vergangenen Jahren von knapp 69 Mio. Euro auf rund 53 Mio. Euro zurück. Zugleich nahm der Druck auf die Zulieferkette weiter zu. Trotz verschiedener Maßnahmen zur Stabilisierung, darunter Kostensenkungen und die Rückholung ausgelagerter Bereiche, konnte keine dauerhafte wirtschaftliche Perspektive geschaffen werden. Die Suche nach einer Investorenlösung soll jedoch fortgesetzt werden. Bis zum Herunterfahren der Produktion sollen die verbliebenen 430 Arbeitsplätze erhalten bleiben, davon 330 in Gardelegen und 100 in Idar-Oberstein. Gleichzeitig laufen Gespräche mit Betriebsräten und Gewerkschaften über eine sozialverträgliche Ausgestaltung der weiteren Schritte. Die Boryszew Kunststofftechnik Deutschland GmbH produziert Kunststoff- und Zinkdruckguss-Komponenten für den Fahrzeuginnenraum. Das Unternehmen war in den vergangenen Jahren von Verlusten und rückläufigen Umsätzen betroffen. Weitere Informationen: bap.boryszew.eu, www.anchor.eu |
Boryszew Kunststofftechnik Deutschland GmbH, Gardelegen
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