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31.03.2026, 10:32 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

SKZ + LaMa Recycling: Entwicklung eines neuen Verfahrens zur Aufbereitung von Windel-Produktionsabfällen

Das LaMa Recycling Projektteam führt am SKZ ein innovatives Forschungsvorhaben zur Entwicklung eines neuartigen Recyclingprozesses im Rahmen des Förderprogramms "Exist-Forschungstransfer", v.l.: Stefan Zuljevic, Dr. Lars Helmlinger, Dr. Marieluise Lang und Thomas Wolz - (Bild: SKZ).
Das LaMa Recycling Projektteam führt am SKZ ein innovatives Forschungsvorhaben zur Entwicklung eines neuartigen Recyclingprozesses im Rahmen des Förderprogramms "Exist-Forschungstransfer", v.l.: Stefan Zuljevic, Dr. Lars Helmlinger, Dr. Marieluise Lang und Thomas Wolz - (Bild: SKZ).
Am Kunststoff-Zentrum SKZ arbeitet das Gründungsteam von LaMa Recycling an einem Verfahren, mit dem Produktionsabfälle aus der Kunststoffverarbeitung als Rohstoffe zurückgewonnen werden sollen. Im Mittelpunkt stehen bislang nicht verwertbare Reststoffe aus der industriellen Fertigung, insbesondere Abfälle aus der Windelproduktion. Ziel ist ein industriell einsetzbarer Prozess, der diese Materialien nicht mehr der thermischen Verwertung zuführt, sondern sie in ihre Bestandteile trennt und erneut nutzbar macht.

Zu den betreffenden Abfällen zählen unter anderem Polyolefingemische, Kunststoffspäne sowie Verbundmaterialien aus der Windelherstellung. Diese Reststoffe werden bisher in der Regel vollständig verbrannt. Dadurch gehen die enthaltenen Wertstoffe verloren; zugleich entstehen zusätzliche CO₂-Emissionen. Das Vorhaben von LaMa Recycling setzt an diesem Punkt an und soll einen Weg eröffnen, Zellulose, Kunststoffe und Superabsorber getrennt aufzubereiten und wieder in den Rohstoffkreislauf zurückzuführen.

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Nach Angaben des Unternehmens werden in Deutschland jährlich rund sechs Milliarden Windeln für Kinder und Erwachsene produziert. Etwa drei Prozent davon - rund 15.000 Tonnen - fallen als Produktionsausschuss an und werden bislang vollständig thermisch verwertet. Das Forschungsvorhaben zielt darauf ab, diese Stoffströme künftig technisch und wirtschaftlich für das Recycling zugänglich zu machen.

Eine besondere Herausforderung stellen dabei die in Windeln eingesetzten Superabsorber dar. Diese hochsaugfähigen Polymere sind für die Flüssigkeitsaufnahme verantwortlich, erschweren aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften jedoch die stoffliche Verwertung. Gerade dieser Materialanteil gilt als zentrales Hindernis für ein wirtschaftliches Recycling entsprechender Produktionsabfälle.

Seit September 2025 arbeitet das interdisziplinär besetzte Team von LaMa Recycling Technologies in vollständiger Besetzung an der Weiterentwicklung des Verfahrens. In der aktuellen Projektphase liegt der Schwerpunkt auf der technischen Skalierung. Bis zum Ende der Projektlaufzeit soll ein stabiler, skalierbarer Prozess aufgebaut werden, der mindestens 500 Kilogramm Material pro Stunde verarbeiten kann. Damit soll die Grundlage für eine spätere industrielle Anwendung geschaffen werden.

Das Projekt wird am SKZ durchgeführt, das die Forschungsarbeiten mit seiner Infrastruktur im Bereich Kunststoffforschung und Recyclingtechnologie unterstützt. Darüber hinaus begleitet das Institut die Ausgründung von LaMa Recycling und den Transfer der Forschungsergebnisse in die praktische Anwendung.

Gefördert wird das Projekt auf Beschluss des Deutschen Bundestages durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE). Der Förderzeitraum läuft vom 1. Juni 2025 bis zum 31. Mai 2027.

Weitere Informationen: www.lamarecycling.com, www.skz.de

SKZ - Das Kunststoff-Zentrum, Würzburg

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