| 01.04.2026, 12:01 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die wirtschaftliche Lage der Hersteller von Kunststoffverpackungen und Kunststofffolien in Deutschland hat sich im Hinblick auf das zweite Quartal 2026 unter dem Eindruck geopolitischer Spannungen im Nahen Osten deutlich verschärft. Das geht aus der IK-Konjunkturumfrage unter 105 Unternehmen hervor. Im Mittelpunkt stehen erhebliche Probleme bei der Rohstoffbeschaffung sowie starke Preissteigerungen, die nach Einschätzung der Branche Versorgungssicherheit und Lieferfähigkeit der überwiegend mittelständisch geprägten Unternehmen beeinträchtigen. Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei der Rohstoffverfügbarkeit. Der entsprechende Indikator fiel nach einem noch positiven Wert von 13 Punkten zu Jahresbeginn auf minus 86 Punkte und markiert damit einen historischen Tiefstand. Hintergrund sind laut Umfrage weltweite Störungen der Lieferketten infolge des Nahost-Konflikts. Zahlreiche Lieferanten von Verpackungskunststoffen berufen sich demnach auf höhere Gewalt, setzen Lieferungen aus oder bieten Rohstoffe nur noch zu deutlich erhöhten Preisen an. Parallel dazu belastet eine breite Preiswelle die Unternehmen. Nach Daten aus der GKV-Umfrage vom März 2026 sehen sich 99 Prozent der Verpackungshersteller mit Preisaufschlägen ihrer Lieferanten konfrontiert. Diese zusätzlichen Kosten lassen sich in der aktuellen Marktlage nach Angaben des Verbands nur begrenzt an die eigenen Kunden weitergeben. Selbst dort, wo Preisgleitklauseln bestehen, greifen diese zum Teil zeitlich verzögert. Dadurch verschlechtert sich die wirtschaftliche Situation vieler Betriebe weiter. Die Ertragslage wird im zweiten Quartal 2026 zwar weniger negativ eingeschätzt als in den besonders belasteten Krisenquartalen des zweiten Quartals 2021 mit pandemiebedingten Lieferkettenstörungen und des zweiten Quartals 2022 im Zuge der Energiekrise nach Kriegsbeginn. Angesichts der aktuellen Rohstoffengpässe und Preissteigerungen rechnet die Branche jedoch mit einer weiteren Zuspitzung in den kommenden Wochen. Trotz dieser Belastungen zeigen einzelne Konjunkturindikatoren eine leichte Stabilisierung. Die allgemeine Wirtschaftslage wird weniger pessimistisch beurteilt als im Vorquartal; der entsprechende Index verbessert sich von minus 67,9 auf minus 51,4 Punkte, bleibt damit aber klar im negativen Bereich. Auch die Absatzerwartungen bewegen sich weitgehend auf dem Niveau des Vorquartals. Gleichzeitig erwartet etwa die Hälfte der befragten Unternehmen, dass ihre Gewinnmargen im laufenden Quartal weiter sinken werden. Nach Einschätzung des IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen verschärft die Kombination aus Lieferunterbrechungen, knappen Rohstoffen und stark steigenden Preisen den Druck auf die Unternehmen erheblich. Vor allem vor dem Hintergrund einer nur langsam anziehenden Nachfrage rückt damit die Sicherung der Versorgung in den Mittelpunkt. Der Verband verweist auf die Notwendigkeit gemeinsamer Anstrengungen entlang der Wertschöpfungskette, um die Lieferfähigkeit dauerhaft zu sichern. Weitere Informationen: |
IK - Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V., Bad Homburg
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