| 28.04.2026, 15:14 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der Masterbatch Verband warnt vor erheblichen Risiken für die Wertschöpfungskette der Kunststoffindustrie infolge geopolitischer Störungen wichtiger Handelsrouten. Die Eskalation des Nahost-Konflikts und die Sperrung der Straße von Hormus führten nach Einschätzung des Verbands zu Kapazitätsengpässen bei zentralen Rohstoffen. Betroffen seien neben Polyolefinen auch styrolbasierte Kunststoffe, technische Kunststoffe sowie Spezialchemikalien. Nach Angaben des Verbands liegen bereits Meldungen aus mehreren Anwenderindustrien vor, darunter aus der Verpackungsindustrie, insbesondere aus den Bereichen Kosmetikverpackungen und Folienherstellung, sowie aus der Automobilindustrie. Lieferengpässe oder Lieferausfälle könnten sich damit auf nahezu alle Bereiche der Kunststoff verarbeitenden Industrie auswirken. Zusätzlich seien Lieferketten für Additive und bestimmte organische Pigmente beeinträchtigt. Diese Rohstoffe seien häufig nicht kurzfristig durch Alternativen ersetzbar. Vorprodukte für solche Pigmente stammten überwiegend aus China oder Indien, deren Rohölversorgung wiederum in erheblichem Umfang vom Nahen Osten abhänge. Verlängerte Seetransitzeiten über Ausweichrouten sowie Einschränkungen in der Luftfracht durch gesperrte Lufträume verschlechterten die Planbarkeit der Beschaffung. Martin Fabian, Vorsitzender des Masterbatch Verbands, sieht die Branche an einer zentralen Stelle der Wertschöpfungskette betroffen. Störungen bei Polymeren und Spezialchemikalien könnten sich rasch auf nachgelagerte Anwenderindustrien auswirken. Der Verband verweist daher auf die Bedeutung verlässlicher und pragmatischer Rahmenbedingungen, um Versorgungssicherheit und Produktion nicht zusätzlich zu belasten. Die aktuelle Rohstoffknappheit verschärft nach Einschätzung des Verbands bestehende strukturelle Herausforderungen, mit denen Masterbatch-Hersteller langfristig konfrontiert sind. Weitere Informationen: www.masterbatchverband.de, www.vdmi.de |
Masterbatch Verband im Verband der Mineralfarbenindustrie e.V., Frankfurt am Main
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