| 04.05.2026, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Evonik hat zur Chinaplas, der internationalen Fachmesse für die Kunststoff- und Kautschukindustrie, die Eröffnung eines neuen Labors für rechteckige PEEK-Magnetdrähte bekannt gegeben. Die Einrichtung ist auf Anwendungen von Polyetheretherketon (PEEK) in elektrischen Antriebssystemen ausgerichtet, insbesondere für Komponenten von New Energy Vehicles (NEV). Darunter fallen Hybridfahrzeuge sowie vollelektrische Fahrzeuge, die in China, Asien-Pazifik und weltweit einen wachsenden Markt darstellen. Das neue PEEK Rectangular Magnet Wire Lab soll die Entwicklung und Qualifizierung von PEEK-basierten Lösungen für Elektromotoren unterstützen. Im Mittelpunkt stehen dabei Anwendungen für Magnetdrähte, die in elektrischen Antriebssystemen eingesetzt werden. Mit der Einrichtung will Evonik die Zusammenarbeit mit Kunden, Entwicklungspartnern und Akteuren entlang der Wertschöpfungskette ausbauen und Entwicklungsprozesse für neue Produkte beschleunigen. Nach Angaben des Unternehmens steigen mit der Weiterentwicklung von NEV-Antriebssystemen die Anforderungen an Magnetdrähte deutlich. Höhere Leistungsdichten, verbesserte Effizienz und größere Betriebssicherheit erfordern Isolationsmaterialien mit hoher Wärmebeständigkeit, stabilen elektrischen Eigenschaften und langfristiger Zuverlässigkeit. PEEK-basierte Beschichtungen sollen hier vor allem unter hohen Temperaturen, hohen Spannungen und anspruchsvollen Betriebsbedingungen eingesetzt werden. Das Labor befasst sich unter anderem mit zentralen technischen Fragestellungen bei Magnetdrahtanwendungen. Dazu zählen die Optimierung von Verarbeitungsparametern, die Auslegung von Beschichtungsstrukturen, die Verbesserung der Haftung sowie die Kontrolle von Abmessungen und Konzentrizität. Außerdem sollen neue PEEK-Formulierungen validiert, Muster hergestellt und Materialien mit Standardprodukten verglichen werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Zuverlässigkeits- und Sicherheitstests. In Zusammenarbeit mit externen Prüforganisationen sollen wichtige elektrische Eigenschaften untersucht werden, darunter Durchschlagspannung, Teilentladungs-Einsetzspannung, Koronabeständigkeit und Alterungsbeständigkeit in Öl. Die Ergebnisse sollen Aussagen zur langfristig sicheren Nutzung von PEEK-beschichteten Magnetdrähten in elektrischen Antriebssystemen ermöglichen. Die Einrichtung deckt den vollständigen Prozess vom Kupferleiter über die Vorbehandlung und PEEK-Extrusionsbeschichtung bis hin zur Inline-Maßprüfung und abschließenden Wicklung ab. Die neue Pilotextrusionslinie kombiniert laut Evonik international verfügbare Kernkomponenten mit lokaler Auslegung und Integration. Sie soll sowohl für Entwicklungsarbeiten als auch für die Vorbereitung einer späteren Serienfertigung genutzt werden. Mit dem Labor will Evonik die Anwendung von „Vestakeep“ PEEK in elektrischen Antriebssystemen weiterentwickeln. Ziel ist es, Materialeigenschaften in prüfbare Gesamtlösungen für Magnetdrahtanwendungen zu übertragen und deren Skalierbarkeit für die industrielle Fertigung zu bewerten. Weitere Informationen: www.evonik.de |
Evonik Industries AG, Essen
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