| 17.06.2026, 15:19 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS in Halle (Saale) ist beim Hugo-Junkers-Preis des Landes Sachsen-Anhalt mit dem dritten Platz in der Kategorie „Innovativste Projekte der angewandten Forschung“ ausgezeichnet worden. Prämiert wurde eine im Projekt „HyWaSand“ entwickelte Technologie zur Herstellung thermoplastischer Sandwich-Leichtbaustrukturen, die komplex geformte und hochstabile Bauteile in einem industriell skalierbaren Serienprozess ermöglicht. Die entwickelte Lösung kombiniert Formgebung, Fügen und Funktionalisierung in einem einzigen Prozessschritt. Dadurch lassen sich thermoplastische Sandwichstrukturen effizient herstellen und Gewichtsreduzierungen von bis zu 50 Prozent erzielen. Die Leistungsfähigkeit der patentierten Technologie wurde anhand einer Staufachklappe für Lastkraftwagen demonstriert. An dem Projekt beteiligt waren die Daimler Truck AG, die ElringKlinger AG, die ENGEL Austria GmbH, die ThermHex Waben GmbH sowie die Edevis GmbH. Technologische Grundlage sind Halbzeuge aus thermoplastischen Wabenkernen und faserverstärkten Deckschichten, die durch Thermoformen zu dreidimensionalen Leichtbauteilen verarbeitet werden. Zusätzliche Funktionen wie Scharniere werden im selben Fertigungszyklus mittels Spritzguss integriert. Der Ansatz reduziert den Fertigungsaufwand, unterstützt die Recyclingfähigkeit der Bauteile und eignet sich für die Großserienproduktion. Ergänzend kommen schnelle Prüfverfahren zur Qualitätssicherung zum Einsatz. Der Hugo-Junkers-Preis wird seit 1998 vom Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt vergeben. Mit einer Gesamtdotation von 80.000 Euro zählt er zu den höchstdotierten Forschungspreisen in Deutschland. Das Fraunhofer IMWS entwickelt mikrostrukturbasierte Diagnostik- und Technologielösungen für Werkstoffe, Bauteile und Systeme. Schwerpunkte sind die Analyse von Mikrostrukturen, das Materialdesign sowie Untersuchungen zu Funktionalität, Zuverlässigkeit, Sicherheit und Lebensdauer von Werkstoffen. Ziel der Forschungsarbeiten ist es, die Entwicklung neuer Materialien zu beschleunigen, die Ressourceneffizienz zu erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit industrieller Anwendungen zu stärken. Weitere Informationen: www.imws.fraunhofer.de, www.skz.de |
Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS, Halle
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