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16.06.2026, 09:59 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

Kunststoff-Institut Lüdenscheid: Verbundprojekt zur Qualifizierung im Bereich Kunststoffoptiken gestartet

KIMW Versuchsoptiken - (Bild: KIMW)
KIMW Versuchsoptiken - (Bild: KIMW)
Das Kunststoff-Institut Lüdenscheid startet in der zweiten Jahreshälfte 2026 das Verbundprojekt „WiUp4U-Kunststoffoptik“. Ziel der auf neun Monate angelegten Initiative ist die Vermittlung von Grundlagen und aktuellem Fachwissen zur spritzgießtechnischen Herstellung von Kunststoffoptiken als Alternative zu Glaslinsen. Das Projekt richtet sich an Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette und soll den Aufbau von Kompetenzen für wachstumsstarke Anwendungsfelder unterstützen.

Kunststoffoptiken gewinnen in zahlreichen Branchen an Bedeutung. Gegenüber Glas bieten sie Vorteile hinsichtlich Gewicht, Designfreiheit, Funktionsintegration und Fertigungskosten. Gleichzeitig stellen insbesondere abbildende optische Systeme hohe Anforderungen an Materialauswahl, Werkzeugtechnik und Fertigungsprozesse. Bereits in frühen Entwicklungsphasen müssen geeignete Werkstoffe und Herstellungsverfahren definiert werden. Häufig erfordert dies die Kombination verschiedener Sonderverfahren sowie deren prozess-, werkzeug- und maschinentechnische Umsetzung.

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Das Projekt vermittelt praxisorientiertes Wissen zur Herstellung von Kunststoffoptiken im Spritzgießverfahren. Zu den Schwerpunkten zählen lichttechnische Kunststoffe wie Polycarbonat (PC), Polymethylmethacrylat (PMMA) und Polymethylmethacrylimid (PMMI) sowie deren relevante Materialkennwerte. Weitere Themen sind Werkzeug- und Verfahrenstechnik, Werkzeugstähle, Bearbeitungstechnologien für optische Werkzeugoberflächen und Beschichtungslösungen.

Darüber hinaus werden Simulationsergebnisse mit praktischen Anwendungen verglichen. Das Programm umfasst außerdem innovative Temperierkonzepte, spezielle Fertigungsverfahren sowie neue Ansätze zur Herstellung von Kunststoffoptiken. Ergänzend werden Möglichkeiten des Prototypings behandelt.

Neben der Wissensvermittlung sieht das Projekt den fachlichen Austausch mit Projektpartnern und externen Referenten vor. Unternehmen erhalten dadurch die Möglichkeit, technologische Entwicklungen frühzeitig zu bewerten und Marktpotenziale besser einzuschätzen.

Die Zielgruppe umfasst Zulieferer, OEMs, Entwickler, Werkzeugbauer und Werkzeugkonstrukteure, Spritzgießunternehmen, Material- und Rohstoffhersteller sowie Anbieter von Normalien und Heißkanalsystemen. Nach Angaben des Kunststoff-Instituts soll die kompakte Projektlaufzeit einen schnellen Transfer von Know-how in die industrielle Praxis ermöglichen. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der teilnehmenden Unternehmen im wachsenden Markt für Kunststoffoptiken zu stärken und neue Geschäftsfelder zu erschließen.

Weitere Informationen: kunststoff-institut.de/projekte/wiup4u-duroplastverarbeitung

Kunststoff-Institut für die mittelständische Wirtschaft NRW GmbH, Lüdenscheid

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