| 22.06.2026, 13:46 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Renewable Materials Conference (RMC) hat die sechs Nominierten für den Innovation Award „Renewable Material of the Year 2026“ bekanntgegeben. Die Auszeichnung würdigt innovative Materialien und Technologien, die zur Defossilisierung der Chemie- und Werkstoffindustrie beitragen. Der Gewinner wird während der Konferenz vom 22. bis 24. September 2026 in Siegburg durch die Teilnehmenden gewählt. Nach Angaben des Veranstalters nova-Institut stand der Beirat in diesem Jahr vor einer besonders großen Auswahl an Einreichungen. Die sechs nominierten Entwicklungen repräsentieren unterschiedliche Ansätze der erneuerbaren Kohlenstoffwirtschaft – von biobasierten Werkstoffen über CO₂-Nutzung bis hin zu kreislauffähigen Chemikalien. Nominiert wurde die Schweizer AeoniQ Holding mit "AeoniQ", einem zellulosebasierten Endlosgarn als Alternative zu Polyester und Nylon. Die Faser wird aus erneuerbaren Zellulosequellen wie Holzzellstoff, Textilabfällen oder landwirtschaftlichen Reststoffen hergestellt und ist biologisch abbaubar. Far Eastern New Century aus Taiwan tritt mit "Topgreen AirTek PU" an, einem CO₂-basierten nicht-isocyanathaltigen Polyurethan. Das Material nutzt abgeschiedenes Kohlendioxid als Rohstoff und soll im Vergleich zu herkömmlichem thermoplastischem Polyurethan deutlich geringere Emissionen verursachen. Das spanische Institute for Bioengineering of Catalonia wurde für "AquaChitin" nominiert. Das auf Chitosan basierende Biomaterial zeichnet sich dadurch aus, dass seine mechanische Festigkeit in Gegenwart von Wasser zunimmt. Es wird aus Nebenprodukten der Krebstierverarbeitung und organischen Abfallströmen gewonnen. Kemira aus Finnland ist mit "KemAlpha" vertreten. Die Technologie basiert auf erneuerbaren Zuckerrohstoffen und soll fossile Polymer-Flockungsmittel in der kommunalen und industriellen Abwasserbehandlung ersetzen. UPM Biochemicals wurde für "UPM Circular Renewable Black" ausgewählt. Das aus Lignin hergestellte schwarze Pigment ist nach Unternehmensangaben biobasiert, NIR-detektierbar und kohlenstoffnegativ. Es ermöglicht die Sortierung und das Recycling schwarzer Kunststoffverpackungen, die bislang häufig als problematisch gelten. Mit "Vireya" zählt auch Viridi aus Großbritannien zu den Finalisten. Das anionische Tensid wird aus upgecyceltem CO₂ hergestellt und soll einen deutlich geringeren CO₂-Fußabdruck aufweisen als konventionelle Tenside. Darüber hinaus kommt die Technologie ohne Rohstoffe aus Ölpalmen aus. Der Innovation Award "Renewable Material of the Year" gehört zu den zentralen Programmpunkten der Renewable Materials Conference und bietet Unternehmen eine internationale Plattform zur Präsentation neuer Materialien und Technologien für eine fossilfreie Kohlenstoffwirtschaft. Weitere Informationen: renewable-materials.eu, nova-institut.de |
nova-Institut für politische und ökologische Innovation GmbH, Hürth
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