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03.07.2026, 06:14 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten    

Kiefel: Packaging Dialogue Days Europe thematisieren PPWR, Recycling und neue Verpackungstechnologien

Mit den Packaging Dialogue Days Europe am 24. Juni 2026 in Salzburg und am 25. Juni 2026 am Standort Freilassing hat Kiefel Vertreter aus Verpackungsindustrie, Markenunternehmen, Handel sowie Material- und Technologieunternehmen zusammengebracht. Im Mittelpunkt standen die Auswirkungen neuer regulatorischer Vorgaben, insbesondere der europäischen Verpackungsverordnung PPWR, sowie technologische Entwicklungen für kreislauffähige und wirtschaftlich produzierbare Verpackungen. Gleichzeitig eröffnete Kiefel das neue Customer Innovation Center Polymer in Freilassing.

Die Veranstaltung behandelte Themen wie Recyclingfähigkeit, Lebensmittelkontaktmaterialien, EFSA-Anforderungen, Automatisierung, Materialeffizienz sowie neue Polymer- und Faserverpackungslösungen. Ziel war der fachliche Austausch entlang der gesamten Wertschöpfungskette, um technologische und regulatorische Herausforderungen gemeinsam zu adressieren.

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Am ersten Veranstaltungstag standen Vorträge aus Industrie, Handel und Recycling im Mittelpunkt. Giuseppe Liuzzo Scorpo von Borouge International erläuterte Perspektiven für Polypropylen-Verpackungen. Paul Earnshaw von Tesco stellte die Verpackungsstrategie des Handelsunternehmens vor und hob die Bedeutung belastbarer Verpackungsdaten für Entscheidungen zu Kosten, CO2-Bilanz und Recyclingfähigkeit hervor. Nach seiner Einschätzung beschleunigen Vorgaben wie die erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) und die PPWR den Wandel zu nachhaltigeren Verpackungen.

Franz Rittmannsberger von PreZero ging auf den Stand des mechanischen Recyclings von Haushaltsabfällen in Europa ein. Er verwies darauf, dass mechanisches Recycling für Lebensmittelkontaktmaterialien technisch möglich sei und nun entsprechende regulatorische Rahmenbedingungen folgen müssten.

Ein Praxisbeispiel präsentierte Jaroslaw Holz vom polnischen Verpackungshersteller Poli. Er zeigte den Umstieg des Unternehmens von polymerbasierten auf faserbasierte Thermoformverpackungen mit Kiefel-Anlagen – von ersten Prototypen bis hin zu einer Produktion im dreistelligen Millionenbereich.

Irena Vitkauskienė von Retal Baltic Films beleuchtete das PET-"Tray-to-Tray"-Recycling im Zusammenhang mit PPWR und "Design for Recycling". Nach ihrer Einschätzung entwickelt sich das werkstoffliche Recycling von PET-Schalen zunehmend zu einer industriellen Notwendigkeit und erfordert eine enge Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf faserbasierten Verpackungslösungen. Unternehmen wie Kadant, Solenis und Mondi stellten Entwicklungen bei Biofasern, Barrierekonzepten und Spezialzellstoffen vor. Dabei standen sowohl Materialinnovationen als auch deren industrielle Skalierbarkeit im Fokus.

Andreas Stoiber von Starlinger-Viscotec verwies auf die Bedeutung hochwertiger Sammel- und Sortierprozesse für den Einsatz von Post-Consumer-Rezyklaten in Lebensmittelkontaktanwendungen. Die dafür erforderlichen Recyclingtechnologien seien bereits verfügbar, entscheidend sei jedoch die ausreichende Verfügbarkeit geeigneter Eingangsmaterialien.

Am zweiten Veranstaltungstag eröffnete Kiefel das neue Customer Innovation Center Polymer in Freilassing. Dort wurden Live-Demonstrationen von Maschinen, Serviceangebote sowie konkrete Verpackungsanwendungen vorgestellt. Das Zentrum soll als Entwicklungsplattform dienen, um gemeinsam mit Kunden und Partnern neue Verpackungskonzepte zu erproben und in industrielle Anwendungen zu überführen.

Mit den Packaging Dialogue Days positioniert sich Kiefel als Plattform für den fachlichen Austausch über regulatorische Anforderungen und technologische Entwicklungen in der Verpackungsindustrie. Das neue Customer Innovation Center soll diesen Austausch künftig durch praxisnahe Entwicklungs- und Testmöglichkeiten ergänzen.

Weitere Informationen: www.kiefel.com

Kiefel GmbH, Freilassing

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