| 19.05.2009 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Eigentlich gehört die Diskussion über die vermeintlichen Umweltvorteile von Mehrweg- gegenüber Einweg-Flaschen nach Ansicht des Forum PET (www.forum-pet.de) mittlerweile in die ökologische Mottenkiste. Schon 2004 habe die Einweg-PET-Flasche in einer Ökobilanz fast gleichwertig mit der Mehrweg-Glasflasche abgeschnitten. Trotzdem versuche die Initiative Mehrweg jetzt mit aller Vehemenz die Einweg-PET-Flasche als „Klimakiller“ zu diffamieren. Sie verweise dabei auf eine neue Ökobilanz. Details dieser Studie blieben der Öffentlichkeit jedoch bislang verborgen. Das Ergebnis dieser neuen Bilanz für PET-Flaschen soll dabei schlechter sein, obwohl das Gewicht der Flaschen in der Zwischenzeit weiter reduziert wurde und sich der Rezyklat-Einsatz bei der Flaschenproduktion erhöht habe. Das Forum PET hat deshalb vor Kurzem bei dem IFEU-Institut eine Ökobilanz Mehrweg/Einweg-Flaschen in Auftrag gegeben, die auf neuesten Daten basiert. Wissenschaftlich belegt sei, dass jeder Bundesbürger zirka 11 Tonnen CO2 im Jahr verursacht. Der Großteil davon entfällt auf den persönlichen Verbrauch, Heizen und Warmwasser sowie die Ernährung. Die CO2-Belastung durch Verpackungen für alkoholfreie Getränke beträgt zirka 25 kg pro Jahr. Auf Getränkeverpackungen entfallen dabei nur rund 0,2 Prozent des CO2-Gesamtausstoßes pro Person. Das entspricht in etwa einer Fahrtstrecke eines PKW von 150 km. In diesem Zusammenhang von einem Klimakiller zu reden, sei schlichtweg unseriös. Auch die Wortwahl „Wegwerfflaschen“ sei polemisch und gehe völlig an der Realität vorbei. Mittlerweile werden rund 95 Prozent der PET-Flaschen gesammelt und recycelt. Neben dem wachsenden Anteil im Bereich „Bottle to Bottle" geht auch recyceltes PET in die Textilindustrie. So wird es insbesondere für die Produktion von wärmenden Fleece-Pullis verwendet. Durch den vermehrten Einsatz von PET-Einwegflaschen und die neu aufgebauten Recycling-Kapazitäten wurden in den letzten Jahren zahlreiche neue Arbeitsplätze geschaffen. Ganz verschwiegen werde in der Kampagne der Initiative Mehrweg die Tatsache, dass auch viele Mineralbrunnen in den letzten Jahren verstärkt in Einwegflaschen abfüllen. Damit reagieren sie auf die sich ändernden Bedürfnisse der Verbraucher. So habe die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) festgestellt, dass insbesondere junge und ältere Verbrauchergruppen beim Mineralwasser und alkoholfreien Getränken ein verändertes Einkaufsverhalten zeigen. Der Getränkeeinzelhandel habe auf diese Entwicklung nicht reagiert und wurde mit Umsatzrückgängen bestraft. Jetzt wolle man die Marktanteile mit staatlicher Hilfe wieder zurückholen. Mit einer Zusatzsteuer auf Einweg-Getränkeverpackungen solle der Bürger abkassiert und entmündigt werden. Mineralwasser ist ein Grundnahrungsmittel. Die Forderung nach einer Strafsteuer auf dieses Nahrungsmittel bei der Nutzung von Einweg-Flaschen sei ökologisch unverhältnismäßig und führe zu einer unnötigen Belastung vieler Bürger in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Einweg- und Mehrweg-PET-Flaschen würden sich im Markt hervorragend ergänzen und würden die Bedürfnisse der Verbraucher gesamthaft abdecken. Ihre ökologischen Unterschiede seien in einer Gesamtbetrachtung marginal und rechtfertigen keinerlei Diskriminierung. Insbesondere bei größeren Distributionswegen sei der Einsatz von Einweg-PET-Flaschen auch unter hygienischen Gesichtspunkten sinnvoll. |
Forum PET in der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V., Bad Homburg
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