| 22.10.2019, 06:12 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Zum Auftakt der K 2019 gab die Wittmann Gruppe die Geschäftszahlen für 2018 sowie eine Vorschau auf die Ergebnisse für das laufende Jahr bekannt. Wie Michael Wittman, Geschäftsführer der Wiener Wittmann Kunststoffgeräte GmbH, und Rainer Weingraber, seit März Geschäftsführer der Wittmann Battenfeld GmbH, Kottingbrunn (siehe plasticker-News vom 05.03.2019), berichteten, verzeichnete die Gruppe zwar im letzten Jahr mit einem Gesamtumsatz von 425 Mio. Euro erneut ein Rekordjahr. Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen jedoch einen Umsatzrückgang um knapp zwölf Prozent auf dann nur noch rund 375 Mio. Euro, was ungefähr dem Niveau des Jahres 2016 entspricht. Dies sei, so Michael Wittmann, der lang erwartete Rückschlag nach einer langen Folge von Rekordjahren. "Wir haben immer darauf hingewiesen, dass dieses Wachstum nicht ewig so weiter gehen kann, wir haben lange mit so etwas gerechnet und sind entsprechend vorbereitet." Der Rückgang beträfe alle wichtigen Absatzregionen der Gruppe, außer den USA, dem nach Deutschland zweitwichtigsten Exportmarkt des österreichischen Maschinenbauers, wo die Geschäfte die Wittmann Gruppe weiterhin sehr stabil liefen. Bedingt durch die Probleme der deutschen Autobauer sei die Geschäftslage in Deutschland und einigen Nachbarländern mit vielen Automobilzulieferern, wie z.B. Tschechien, Polen und Slovakei, am schwächsten. Abgesehen vom Automobilsektor, gebe es aber überall, auch in Deutschland, noch Zielbranchen mit guter, z.T. wachsender Nachfrage nach den Maschinen und Anlagen zur Kunststoffverarbeitung. Dies unterscheide die aktuelle Konjunkturflaute deutlich von der Krise in 2008/2009, wo die Nachfrage aus allen Marktsegmenten schlagartig eingebrochen sei. Prognose für kommendes Jahr mit weiterem Minus Für das Jahr 2020 erwartet die Wittmann Gruppe angesichts des schwachen Auftragseinganges in diesem Jahr einen weiteren Umsatzrückgang, aber in kleinerer Größenordnung. In 2019 habe man noch von einem hohen Auftragsbestand aus 2018 profitiert, der aber nunmehr abgearbeitet sei. Zugleich äußerte sich Michael Wittmann aber vorsichtig optimistisch, dass es im nächsten Jahr bereits zu einer Bodenbildung komme, da der Auftragseingang im zweiten Halbjahr 2019 schon wieder leicht angezogen habe. Wann genau und ob die vielen gestoppten Investitionsvorhaben im Automobilbereich wieder aufgenommen würden, ließe sich aber nur äußerst schwer voraussagen - genauso wie die gesamte weltwirtschaftliche Entwicklung. So hätten die politischen Unsicherheiten weiter zugenommen und der US-Präsident beeinflusse mit seinen unberechenbaren Tweets oft über Nacht die internationalen Märkte - und damit auch die Investitionsentscheidungen von Kunden der Wittmann Gruppe. Geschäftsleitung zeigt sich dennoch zufrieden Trotz allem demonstrierten Michael Wittmann und Rainer Weingraber bei dem Pressegespräch zum Auftakt der K-Messe Gelassenheit und versuchten, der Konjunkturschwäche auch positive Seiten abzugewinnen, so beispielsweise, dass man in 2020 endlich den Rückstand aufholen und die Lieferzeiten verkürzen könne. Außerdem - so die Einschätzung der Geschäftsführer - ginge es der eigenen Gruppe nicht besser und nicht schlechter als den Mitbewerbern. Gleichzeitig investiert die Wittmann Gruppe ohne Einschränkungen weiter, sowohl in neue Technologien und Produkte, von denen auf der K 2019 viele zu sehen sind (siehe plasticker K-Special), als auch in Vertrieb & Marketing, wie z.B. den neuen, größeren Messestand von Wittmann Battenfeld (Halle 15) und in den weiteren Ausbau der Standorte in Kottingbrunn, Frankreich und Italien. Am Hauptsitz der Fertigung von Spritzgießmaschinen im niederösterreichischen Kottingbrunn entsteht gerade ein neues, dreistöckiges Bürogebäude für Technik, Produktion, QM und Personalwesen, welches Ende 2019 fertig gestellt werden soll. In Frankreich, wo sämtliche Zerkleinerungstechnik der Gruppe produziert wird, hat die Tochtergesellschaft im April 2019 einen Neubau mit einer Gesamtfläche von 4.850 Quadratmetern erhalten und in Italien konnte die dortige Vertriebsniederlassung im Mai ihr neues, gut 2.000 Quadratmeter großes Quartier beziehen. Lediglich bei den Personalkosten nahm das Unternehmen Anpassungen als Reaktion auf die konjunkturelle Lage vor und verringerte den Personalbestand weltweit um rund drei Prozent auf nunmehr 2.340 Mitarbeiter. Weitere Informationen: www.wittmann-group.com |
Wittmann Kunststoffgeräte GmbH, Wien + Wittmann Battenfeld GmbH, Kottingbrunn, Österreich
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