| 06.12.2019, 12:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
![]() Simulationen können helfen, das viskoelastische Materialverhalten von Kautschukschmelzen zu verstehen und so die Prozessauslegung zu verbessern. - (Bild: SKZ) In der Polymerverarbeitung treten komplexe Zusammenhänge und zahlreiche Einflussparameter auf. Simulationen können hier helfen, diese zu verstehen und den experimentellen Aufwand bis zur Auslegung eines optimalen Prozesses zu minimieren. Um das Fließverhalten von Polymerschmelzen zu beschreiben, haben sich dabei statische, strukturviskose Modelle mit scherabhängiger Viskosität, wie etwa die Beschreibung mittels Potenzgesetz, etabliert. Weitere Effekte, wie Wandgleiten, Fließgrenzen oder viskoelastische Phänomene, können damit allerdings nicht ohne Weiteres berücksichtigt werden. Deshalb stoßen diese Modelle zunehmend an ihre Grenzen hinsichtlich Genauigkeit, abbildbaren Effekten und Rechenzeit. Insbesondere die Viskoelastizität könne noch nicht zufriedenstellend erfasst und beschrieben werden. Dies führe beispielsweise bei der Auslegung von Kautschukextrusionswerkzeugen häufig zu großen Abweichungen zwischen simulierten und realen Druckwerten. An dieser Stelle knüpft das Kooperationsprojekt von SKZ und dem Lehrstuhl für Angewandte Mathematik & Numerik (LS3) der TU Dortmund an. Basierend auf den grundlegenden Forschungsarbeiten mit dem Leonov-Modell soll eine geeignete Methode zur Beschreibung des viskoelastischen Materialverhaltens von Kautschukschmelzen gefunden werden, auch unter Einbeziehung des Einflusses von Füllstoffen auf das Verhalten. Als erster Schritt soll eine anwendungsnahe Vorgehensweise zur Bestimmung und Beschreibung von Materialdaten bereitgestellt werden. Dazu werden alle benötigten Materialdaten aus rheologischen Messungen mit dem Platte-Platte-Rheometer und dem Hochdruck-Kapillar-Rheometer ermittelt. Parallel erfolgt eine Implementierung des Leonov-Modells in eine 3D-Simulationsumgebung. Darauf aufbauend erfolgen die Entwicklung eines anwenderfreundlichen Demonstratortools und die Validierung der Modelle über experimentelle Untersuchungen. Eine Mitarbeit interessierter Unternehmen im projektbegleitenden Ausschuss ist noch möglich. Außerdem lädt das SKZ dazu ein, eine der nächsten Veranstaltungen, beispielsweise den Qualitätsgipfel Kunststoff am 28. und 29. April 2020 oder den SKZ-Netzwerktag am 27. Mai 2020, für einen Austausch zu nutzen. Das Vorhaben (Nr. 20871 N) wurde über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) und der Forschungs-Gesellschaft Verfahrens-Technik e.V. (GVT) im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Weitere Informationen: www.skz.de |
SKZ - Das Kunststoff-Zentrum, Würzburg
» insgesamt 548 News über "SKZ" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Polytives: Erweiterung des Prozessspielraums bei PMMA-Compounds
ifo: Geschäftsklimaindex im März gesunken
Argus Additive Plastics: Gründer Helmut Hirsch übergibt an die nächste Generation
GKV: Kunststoffverarbeiter melden flächendeckende Preisaufschläge und Force-Majeure-Erklärungen
Meist gelesen, 10 Tage
GKV: Kunststoffverarbeiter melden flächendeckende Preisaufschläge und Force-Majeure-Erklärungen
Haitian International: Umsatz steigt in 2025 auf rund 2,24 Mrd. Euro
Alpla: Ersten Produktionsstandort auf den Philippinen eröffnet
Fromto: Belgischer Kunststoffrecycler schließt Standort Houthalen
Meist gelesen, 30 Tage
BASF: Weltweite Preiserhöhungen für Kunststoffadditive
Herbold Meckesheim: Zweite PET-Waschanlage für Doğa PET erweitert Recyclingkapazität
KraussMaffei Technologies: Dirk Musser wird neuer Geschäftsführer
Meist gelesen, 90 Tage
Aequita: Übernahme des europäischen Olefin- und Polyolefingeschäfts von Sabic
Vynova Wilhelmshaven: Geschäftsbetrieb stabilisiert – Investorenprozess gestartet
Terbrack Kunststoff: Insolvenzverfahren eröffnet
Playmobil: Produktion in Dietenhofen wird verlagert
Neue und gebrauchte Maschinen & Anlagen finden Sie in der großen Maschinenbörse.
Kostenfreie Nutzung aller Börsen! Registrieren Sie sich jetzt!
| Experimentelle und simulative Analyse der Mischwirkung in Einschneckenextrudern
|